Stöbern nach Themen

Durchsuchen Sie unsere Bücherdatenbank nach Themen, Ländern, Epochen, Erscheinungsjahren oder Stichwörtern.

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Redaktionsblog: Im Ententeich

Die Panik der Anderen

17.12.2012. Nicht das Netz ist schuld an der Insolvenz der Frankfurter Rundschau, sondern die Inkompetenz ihrer Hierarchen, die sie mit Medienpopulismus zu Tode wirtschafteten. Statt über den Tod sollten wir über die Zukunft der Zeitung nachdenken.
============= Von Ina Hartwig

#LSR oder das Ausmaß der Desinformation

12.12.2012. Marcel Weiß und ich haben im neuen Podcast des Neunetzes über das Leistungschutzrecht für Presseerzeugnisse und das Ausmaß der Desinformation zum Thema in den Zeitungen selbst gesprochen. Außerdem reden wir über ein paar verdrängte Aspekte in der deutschen Debatte zum Medienwandel – etwa, dass sich einige globale Medienmarken etabliert haben, die heute in Konkurrenz zu deutschen Medien stehen – etwa die New York Times, der Guardian, die großen englischsprachigen Wirtschaftszeitungen oder der Economist. Hinzu kommt die Konkurrenz der Wissenskonzerne, auf die Rüdiger Wischenbart im Virtualienmarkt hingewiesen hat. Gegen all das hilft kein #LSR! Am Ende zum wiederholten Male eine Leseempfehlung für Yochai Benklers "The Wealth of Networks" (aus Kostenlosmentalität gratis ins Netz gestellt), ein Grundlagenwerk zu den tektonischen Verschiebungen in der Informationsökonomie. Weitere Lesempfehlungen aus dem Gespräch sind bei Marcel Weiß im Neunetz verlinkt. Von Thierry Chervel

Sendeschluss

02.12.2012. Die Financial Times Deutschland ist tot, die Frankfurter Rundschau ist pleite, der Berliner Verlag streicht Stellen, der Spiegel baut ab. In Medien und Blogs bricht die notorische Debatte wieder los. Die Zeit veröffentlicht ein Dossier mit den deprimierenden Äußerungen deutscher Medienhierarchen zu ihrer Krise. Sie klopfen sich selbst auf die Schulter. Der Journalismus hat Zukunft, versichern sie sich gegenseitig. Zwar sinken Auflagen und Einnahmen seit Jahren, und die Leserschaft altert. Aber die Hierarchen rufen sich zu: Wir hätten unseren Journalismus nur zahlbar machen müssen, dann würde es wieder laufen. Als sei ihr Journalismus nicht stets zahlbar geblieben! FAZ, SZ und die meisten anderen Medien stellen nur geringe Auszüge ihrer Printprodukte kostenlos ins Netz. Falls die Hierarchen glauben sollten, was sie sagen, ist die Diagnose nur noch betrüblicher. Sie lügen sich was in die Tasche. Bisher haben sie noch kein Geschäftsmodell für die digitale Ära gefunden. Von Thierry Chervel

Archiv: Presseschauen

Keine Einfühlungscoupons

02.09.2015. Die Welt ist erleuchtet und feiert Miley Cyrus' neues Popalbum. Die FAZ bewundert die provokante Leichtigkeit von Frederic Rzewskis Auschwitz-Oratorium "Der Triumph des Todes" in Weimar. Im Tagesspiegel bietet Shermin Langhoff der Volksbühnenbande an, ihr Ost-Schild am Gorki anzuschrauben. Wenig Freude haben die Filmkritiker mit Werner Herzogs "Königin der Wüste": Rosamunde Pilcher lässt grüßen, schnaubt die taz. Mehr lesen

Moment der Machtlosigkeit

02.09.2015. Die NZZ zweifelt an der Politik der neuen Besen in den italienischen Museen. Geradezu euphorisch begrüßen Claus Leggewie und Daniel Cohn-Bendit in der taz die durch die Flüchtlinge zu erwartenden Veränderungen. Irights.info wagt ein Gedankenexperiment zur Neuordnung des Urheberrechts. Im Freitag kritisiert Medienwissenschaftler Dietmar Kammerer die Idee der Gegenüberwachung. Mehr lesen

Abfackeln, niederschießen, abschieben

01.09.2015. Don Alphonso erklärt, wie die Netzempörung den Datenschutz ruiniert - Rechte Hetze im Netz: Was will Maas eigentlich von Facebook? - AppFlix: Apple plant eigene TV-Inhalte - Bedeutungswandel: Gedankenexperiment zur Neuordnung des Urheberrechts - Förderung geistiger Tankstellen: Deutschland zeichnet Buchhandlungen aus - Bilanz: Bertelsmann mit mehr Umsatz & Gewinn - Das Internet ist die DDR von heute: Thomas Brussig über Jonathan Franzens "Unschuld" + Innerlichkeit & Expression: Van Morrisons Konzert zum 70. in der Belfaster Cyprus Avenue. Mehr lesen

Die unvermeidliche Eruption

01.09.2015. Im Merkur erklärt Ernst-Wilhelm Händler, welche Frage den Kunstbetrieb wirklich umtreibt. Flüchtlinge sind Kandidaten für die Freiheit, ruft BHL in La regle du jeu. Die Ungarn zögern, das so zu sehen. The Nation entdeckt die Literatur der Levante. Der New Yorker porträtiert den arabisch-israelischen Autor Sayed Kashua. Der Economist bestaunt die neue Virtual Reality. In Eurozine erklärt Bodó Balázs, warum Schwarzkopien manchmal ein Akt der Notwehr sind. Mehr lesen

Archiv: Bücher

Ins goldene Licht der Legenden

01.09.2015. Dana Grigorceas Roman "Das primäre Gefühl der Schuldlosigkeit" wird nun auch in der FAZ gefeiert. In der taz bespricht Philipp Felsch die Tagebücher Michael Rutschkys aus den weit entrückten Achtzigern. Grass' "Vonne Endlichkait" wird von weiteren Kritikern mild abgenickt. Und die SZ hält mit Frans de Waal fest: Der Bonobo hatte schon Moral, als der Mensch die Religion noch gar nicht erfunden hatte. Mehr lesen

In bester Therapeutenmanier

27.08.2015. In "Der namenlose Tag" setzt Friedrich Anis neuer Kommissar Jakob Franck im Kampf gegen Trauer und Tod auf die Strategie der Umarmung. Der israelische Autor Dror Mishani stiftet mit seinem Roman "Die Möglichkeit eines Verbrechens" Unruhe in den Zonen der persönlichen Sicherheit und Unbesorgtheit. Mehr lesen

Harro Zimmermann: Friedrich Sieburg - Ästhet und Provokateur

27.08.2015. Kaum ein Publizist verkörpert die Kontinuität des Journalismus von der Weimarer Republik über die Nazizeit bis in die frühe Bundesrepublik schlagender als Friedrich Sieburg, der mit seinem Buch "Gott in Frankreich?" das deutsche Frankreichbild prägte. Harro Zimmermann legt bei Wallstein eine Biografie Sieburgs vor, aus der wir das Kapitel "Im Zentrum des feuilletonistischen Zeitalters" vorabdrucken. Mehr lesen

Rücksichtslos, aber nicht ohne Empathie

06.08.2015. Harper Lees neuer Atticus Finch, die Meads bei Lily King, Gedichte von Emily Dickinson und die wundersame Entstehung der baskischen Identität. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats August. Mehr lesen

Archiv: Magazin

Gute Literaturkritik ist Gesellschaftskritik

07.08.2015. Kritik braucht Glauben, nicht an Gott, aber an die Literatur. Kritiker müssen daran glauben, dass sie gut ist, nicht nur für einen selbst, sondern auch für andere. Sie müssen Fundamentalisten sein, missionieren wollen. Mormonen der Literatur. Mehr lesen

Wenn einer nicht schlafen kann

22.07.2015. Ein Popsong als Diorama auf sämtlichen Kanälen, Tiere in Hotelzimmern auf Videobillboards, Chloë Sevigny als einsame Reisende in einem Spiegelkabinett: In Doug Aitkens Kunst gibt es nichts, was es nicht gibt, nichts, was nicht geht. Einstmals gefeiert als postmoderner Erzähler auf "multipler Leinwand", bespielt er nun die Frankfurter Schirn, als wäre sie sein Flagship-store. Mehr lesen

Kinder ihrer Zeit

06.03.2015. Der EuGH hat entschieden: ein Buch ist nur dann ein Buch, wenn es auf einem physischen Träger geliefert wird. Damit entfällt der reduzierte Mehrwertsteuersatz für Ebooks, die in Europa teuer bleiben. Das freut weder Autoren noch Verlage noch Kunden, nur die Betreiber von Webseiten zum illegalen Download. Mehr lesen

Trauer um Charlie Hebdo

09.01.2015. Wir erinnern mit einer Hommage an Charb, Cabu, Wolinski, Honoré und Tignous. Mehr lesen

Stichwörter