Wolfram von Eschenbach

Wolfram von Eschenbach wurde um 1170/75 im fränkischen Eschenbach in der Nähe von Ansbach geboren. Er entstammte wohl einem verarmten Ministerialengeschlecht und verdiente seinen Unterhalt als fahrender Sänger. Ob sein unorthodoxer Umgang mit den Normen der Schulrhetorik, mit der Sprache, mit seinen Vorlagen und Quellen auf mangelnder Schulbildung beruht, ist in der Forschung umstritten. Unsicher ist auch, in wessen Auftrag die etwa 25000 Verse des Parzival geschrieben wurden. Nachweisbar sind Beziehungen zu den Grafen von Wertheim, zu Adelsgeschlechtern in der Steiermark und zu den Freiherrn von Dürne auf der Wildenburg im Odenwald. Sein größter Mäzen war Hermann von Thüringen, an dessen Hof er den Willehalm schrieb und vielleicht auch mit Walther von der Vogelweide zusammengetroffen ist. Nach Hermanns Tod 1217 gibt es von Wolfram kein Lebenszeichen mehr. Er dürfte nach 1220 vielleicht in Eschenbach gestorben sein.

Wolfram von Eschenbach: Parzival.

Cover: Wolfram von Eschenbach. Parzival. Wieser Verlag, Klagenfurt, 2016.
Wieser Verlag, Klagenfurt 2016
Aus dem Mittelhochdeutschen von Franz Viktor Spechtler. Mit seiner komplexen Sinnstruktur und der aufwendigen erzählerischen Komposition ist der Parzival keine "leichte Lektüre", dennoch kann dem Werk…

Wolfram von Eschenbach: Willehalm. Teil 1: Faksimile des Codex Vindobonensis

Cover: Wolfram von Eschenbach. Willehalm - Teil 1: Faksimile des Codex Vindobonensis. Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Graz, 2005.
Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Graz 2005
Kommentiert von Fritz P. Knapp. Misst man die Bekanntheit mittelalterlicher Ritterepen an der Anzahl überlieferter Codices, dann war Wolframs "Willehalm" fast so beliebt wie sein "Parzival". Was aber…

Wolfram von Eschenbach: Willehalm. Teil 2: Faksimile des Codex Vindobonensis

Cover: Wolfram von Eschenbach. Willehalm - Teil 2: Faksimile des Codex Vindobonensis. Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Graz, 2005.
Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Graz 2005
Kommentiert von Fritz P. Knapp. Misst man die Bekanntheit mittelalterlicher Ritterepen an der Anzahl überlieferter Codices, dann war Wolframs "Willehalm" fast so beliebt wie sein "Parzival". Was aber…