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Immanuel Kant

Immanuel Kant, geboren 1724 in Königsberg, gilt als der bedeutendste Philosoph der Aufklärung. Als viertes von neun Kindern eines Riemermeisters besuchte er von 1732 bis 1740 das streng pietistische Gymnasium Fridericianum in Königsberg. 1740-46 studierte er an der Königsberger Universität, danach unterrichtete er als Hauslehrer (Hofmeister) bei verschiedenen Familien in Ostpreußen. 1754 kehrte er nach Königsberg zurück, wurde zum Magister promoviert, habilitierte sich und nahm eine thematisch sehr breite Vorlesungstätigkeit auf: Logik, Metaphysik, Moralphilosophie, Mathematik, Physik, Geografie (die er als akademisches Lehrfach einführte), später noch Anthropologie, Pädagogik, Naturrecht, natürliche Theologie, gelegentlich auch Festungsbau. Seine ungesicherte wirtschaftliche Lage besserte sich aber erst 1770, als ihm endlich die Professur für Logik und Metaphysik übertragen wurde. Rufe nach Erlangen, Jena und Halle lehnte er ab. 1796 stellte er seine Vorlesungen ein, 1801 zog er sich aus den akademischen Ämtern zurück. Immanuel Kant starb 1804 in Königsberg.
Zu seinen Lebzeiten stand Kant oft in heftigen Auseinandersetzungen und wurde andererseits sehr geschätzt. 1794 geriet er wegen seiner Religionsphilosophie in Konflikt mit dem preußischen Staat. Er war klein von Gestalt, etwas verwachsen und gesundheitlich nicht sehr stabil. Offenbar deshalb erlegte er seinem Leben eine äußerst strenge Disziplin auf. Sein Tag war exakt eingeteilt, und er hielt sich mit der Zuverlässigkeit eines Uhrwerks an die selbstgewählte Ordnung.
Ausgangspunkt und Grundlage seiner Anschauungen war die Physik Newtons. Sie regte ihn auch für Bereiche an, die nicht der Natur zugehören. Die Suche nach strenger Allgemeingültigkeit und Notwendigkeit prägt seine Philosophie. Doch erhielt er neben der newtonschen Physik nicht weniger Impulse durch eine Abwehr naiver Entwicklungen der Aufklärung. Etwa bis zu seinem 36. Lebensjahr hing Kant der Leibniz-Wolffschen Philosophie an, die er später als "Dogmatismus" bezeichnet. Sein Lehrer Knutzen war ein Wolffianer.
Unter dem Einfluss von John Locke und David Hume entfernte er sich von seinen philosophischen Vätern. Schon in dieser Zeit wird die Generalfrage nach der Möglichkeit metaphysischer Erkenntnis überhaupt zum treibenden Moment seiner Philosophie. Man unterscheidet bei ihm eine vorkritische und eine nachkritische Periode. Der Einschnitt wird 1769 durch seine Unterscheidung zwischen apriorischen Prinzipien von sinnlicher Erkenntnis markiert. Voll ausgebildet ist der kritische Ansatz aber erst 1781 mit dem Abschluß der "Kritik der reinen Vernunft", seinem Hauptwerk. (Projekt Gutenberg und Bautz)

Immanuel Kant: Köche ohne Zunge.

Cover: Immanuel Kant. Köche ohne Zunge. Steidl Verlag, Göttingen, 2014.
Steidl Verlag, Göttingen 2014, ISBN 9783869308364, Gebunden, 104 Seiten, 14,80 EUR
Herausgegeben von Jens Kulenkampff. Auf dem Küchenzettel Immanuel Kants stand täglich Senf, eine Würze, die er zu jeder Speise liebte. Dass er auch zum literarischen Hauptgang die Pointenwürze… mehr lesen

Immanuel Kant: Zum ewigen Frieden. Ein philosophischer Entwurf

Lorenz von Stein Institut, Kiel 2009, ISBN 9783936773514, Kartoniert, 135 Seiten, 8,90 EUR
Sprachlich überarbeitet von Jost-Dietrich Busch. mehr lesen

Immanuel Kant: Vorlesung zur Moralphilosophie.

Cover: Immanuel Kant. Vorlesung zur Moralphilosophie. Walter de Gruyter Verlag, München, 2004.
Walter de Gruyter Verlag, Berlin 2004, ISBN 9783110179064, Paperback, 462 Seiten, 19,95 EUR
Herausgegeben von Werner Stark, mit einer Einleitung von Manfred Kühn. Die "Vorlesung über Moralphilosophie" aus den 1770er Jahren ist eine wichtige Erläuterung und Ergänzung zur "Grundlegung der… mehr lesen

Immanuel Kant: Theoretische Philosophie. Text und Kommentar

Cover: Immanuel Kant. Theoretische Philosophie - Text und Kommentar. Suhrkamp Verlag, Berlin, 2004.
Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2004, ISBN 9783518291184, Kartoniert, 1500 Seiten, 45,00 EUR
Herausgegeben von Georg Mohr. Als Immanuel Kant (1724-1804) im Jahr 1781 die erste seiner drei Kritiken, die Kritik der reinen Vernunft, veröffentlichte, läutete er damit einen Wendepunkt… mehr lesen

Immanuel Kant: Schriften zur Ästhetik und Naturphilosophie. 3 Bände

Cover: Immanuel Kant. Schriften zur Ästhetik und Naturphilosophie - 3 Bände. Suhrkamp Verlag, Berlin, 2001.
Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2001, ISBN 9783518291177, Broschiert, 1387 Seiten, 39,88 EUR
Text und Kommentar herausgegeben von Manfred Frank und Véronique Zanetti. Diese Bände versammeln Kants Schriften zur Ästhetik und Naturphilosophie, ergänzt durch einen ausführlichen Kommentar, der eine gewissenhafte Situierung… mehr lesen

Immanuel Kant: Was ist Aufklärung?.

Cover: Immanuel Kant. Was ist Aufklärung?. Deutsche Grammophon, Berlin, 2000.
Deutsche Grammophon, Hamburg 2000, ISBN 9783829109796, CD, 15,34 EUR
63,25 Minuten. Gesprochen von Frank Arnold. Inhalt: "Gedanken bei dem frühzeitigen Ableben des Herrn von Funk, in einem Sendschreiben an desse Mutter" (1760); "Versuch über die Krankheiten des… mehr lesen
Bücher zum gleichen Themenkomplex

Reinhard Brandt: Immanuel Kant - was bleibt?.

Cover: Reinhard Brandt. Immanuel Kant - was bleibt?. Felix Meiner Verlag, Hamburg, 2010.
Felix Meiner Verlag, Hamburg 2010, ISBN 9783787319565, Gebunden, 269 Seiten, 22,90 EUR
Das Frage-Buch von Reinhard Brandt beginnt mit einer Entdeckung: Die Raum-Zeit-Lehre der Kritik der reinen Vernunft enthält als Subtext einen Gottesbeweis. Welche Rolle spielt die Theologie in der… mehr lesen

Henning Ritter: Notizhefte.

Cover: Henning Ritter. Notizhefte. Berlin Verlag, Berlin, 2010.
Berlin Verlag, Berlin 2010, ISBN 9783827009586, Gebunden, 425 Seiten, 32,00 EUR
Die Lieblingsepoche des Autors ist fraglos das 18. Jahrhundert der Rousseau und Montesquieu, gerade wegen der Geständnisfreude, mit der es seine Leidenschaften bekennt. Vor allem aber interessiert ihn… mehr lesen

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Arbogast Schmitt: Wie aufgeklärt ist die Vernunft der Aufklärung?. Eine Kritik aus aristotelischer Sicht

Bestellen bei buecher.deCover: Arbogast Schmitt. Wie aufgeklärt ist die Vernunft der Aufklärung? - Eine Kritik aus aristotelischer Sicht. C. Winter Universitätsverlag, Heidelberg, 2016.
C. Winter Universitätsverlag, Heidelberg 2016, ISBN 9783825364618, Gebunden, 472 Seiten, 42,00 EUR
In der Auseinandersetzung um das Verhältnis der westlichen Moderne zu anderen Kulturen, Gesellschaften, Religionen spielt die Berufung auf die Aufklärung eine wichtige, vielleicht die wichtigste Rolle. Die Befreiung… mehr lesen

Jürgen Habermas: Nachmetaphysisches Denken II. Aufsätze und Repliken

Bestellen bei buecher.deCover: Jürgen Habermas. Nachmetaphysisches Denken II - Aufsätze und Repliken. Suhrkamp Verlag, Berlin, 2012.
Suhrkamp Verlag, Berlin 2012, ISBN 9783518585818, Gebunden, 350 Seiten, 34,95 EUR
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Bestellen bei buecher.deCover: Jürgen Habermas / Joseph Ratzinger. Dialektik der Säkularisierung - Über Vernunft und Religion. Herder Verlag, Freiburg im Breisgau, 2005.
Herder Verlag, Freiburg i.Br. 2005, ISBN 9783451288692, Gebunden, 64 Seiten, 9,90 EUR
Mit einem Vorwort herausgegeben von Florian Schuller. Der Kurienkardinal im Gespräch mit dem wohl bedeutendsten Gegenwartsphilosophen über Grundlagen einer freiheitlichen und friedlichen Gesellschaftsordnung. Wie ist zu verhindern,… mehr lesen

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Bestellen bei buecher.deCover: Hans Magnus Enzensberger. Ein Philosophenstreit über die Erziehung und andere Gegenstände - aus Denis Diderots Widerlegung des Helvetius gezogen. Friedenauer Presse, Berlin, 2004.
Friedenauer Presse, Berlin 2004, ISBN 9783932109393, Kartoniert, 32 Seiten, 9,50 EUR
Die illustren Philosophen im Disput über eine der großen Fragen der Aufklärung: Sind die Unterschiede zwischen den Menschen naturgegeben, oder werden sie durch Erziehung, Umstände und Zufälle hervorgebracht,… mehr lesen

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