Danilo Kis

Danilo Kis, 1935 in Subotica als Sohn eines ungarischen Juden und einer Montenegrinerin geboren, verbrachte seine Kindheit bis 1942 in Novi Sad, danach in Ungarn bei der väterlichen Verwandtschaft. Dem Holocaust entgeht Kis, da ihn seine Eltern 1939 taufen lassen; der Vater wird 1944 nach Auschwitz deportiert. Gemeinsam mit seiner Mutter und Schwester wird er 1947 mit Hilfe des Roten Kreuzes nach Montenegro repatriiert. Nach dem Krieg studierte Kis von 1954-58 Literaturwissenschaft in Belgrad und begann, als Übersetzer aus dem Ungarischen, Französischen und Russischen zu arbeiten. Zugleich veröffentlicht er selbst zahlreiche Gedichte, Essays und Erzählungen, seit 1962 auch Romane und Erzählbände. Sein 1976 erschienener Roman "Ein Grabmal für Boris Dawidowitsch" ließ ihn in Ungnade fallen. 1979 reiste Kis nach Frankreich aus, wo er in verschiedenen Städten Serbokroatisch lehrte. 1989 starb Danilo Kis in Paris.

Danilo Kis: Familienzirkus

Cover
Carl Hanser Verlag, München 2014
ISBN 9783446246799, Gebunden, 912 Seiten, 34.90 EUR
In seiner Heimat Jugoslawien zunächst heftig bekämpft, wurde Danilo Kiš bald als einer der größten Erzähler der europäischen Nachkriegsliteratur anerkannt. Mit seinem einzigartigen literarischen Werk…

Danilo Kis: Die mechanischen Löwen

Cover
Carl Hanser Verlag, München 2007
ISBN 9783446208322, Gebunden, 240 Seiten, 19.90 EUR
Übersetzt aus dem Serbokroatischen von Ilma Rakusa, Peter Urban. Seine Bücher sind Teil der klassischen Moderne und gehören zur Weltliteratur. Jetzt liegen auch die vier Stücke von Danilo Kis als Buch…

Danilo Kis: Ein Grabmal für Boris Dawidowitsch

Cover
Carl Hanser Verlag, München 2004
ISBN 9783446205338, Gebunden, 191 Seiten, 17.90 EUR
Aus dem Serbokroatischen von Ilma Rakusa. Danilo Kis's berühmter Roman erregte bei seinem Erscheinen 1976 in Jugoslawien einen Skandal. In "sieben Kapiteln ein und derselben Geschichte" werden sieben…