Christoph Martin Wieland

Christoph Martin Wieland wurde 1733 in Oberholzheim bei Biberach als Sohn eines Pfarrers geboren. Er studierte Philosophie in Erfurt und Jura in Tübingen. Von 1752-54 besuchte er die Schweiz als Gast des Historikers und Übersetzers Johann Jakob Bodmers und arbeitete ab 1759 als Hauslehrer. 1760 wurde er Kanzleiverwalter in Biberach. Er heiratete 1765 und wurde 1769 Professor für Philosophie in Erfurt. Ab 1772 war er Prinzenerzieher in Weimar. Vor allem aber war Wieland Dichter, Übersetzer (Shakespeare, Lukian, Xenophon, Horaz) und Herausgeber. Neben Lessing und Lichtenberg war er der bedeutendste und reflexionsmächtigste Schriftsteller der Aufklärung in Deutschland. Er gilt als Begründer der Tradition des deutschen Bildungsromans ("Geschichte des Agathon"). Wieland starb 1813 in Weimar.