Yvonne Hofstetter

Der unsichtbare Krieg

Wie die Digitalisierung Sicherheit und Stabilität in der Welt bedroht

Klappentext

Die aktuelle Weltlage ist gefährlicher denn je. Weil sich Strategien und Formen der Kriegsführung aufgrund der Digitalisierung radikal ändern, nehmen die Spannungen zwischen den Supermächten zu. Die KI-Expertin Yvonne Hofstetter legt für alle politisch Interessierten offen, wie die Digitalisierung einst stabile Machtverhältnisse untergräbt, die Angst vor einem neuen Wettrüsten schürt und das Weltgeschehen unberechenbar macht. Die Sicherheit im 21. Jahrhundert ist extrem gefährdet, der Frieden, in dem wir leben, fragil. Grund dafür ist die digitale Revolution. Strategisch genutzt, ermöglicht sie die geopolitische Neuordnung der Welt: USA, Russland und China kämpfen um die Vorherrschaft, Europa ringt um seine Rolle zwischen den Großmächten. Basierte das strategische Gleichgewicht zwischen den Staaten vormals auf Verteidigung, verschiebt es sich heute zugunsten der Offensive. Denn in einer vernetzten Welt wird der Code zur vernichtenden Waffe. Mit ihm werden hochsensible Daten ausspioniert, kritische Infrastrukturen sabotiert und die Bevölkerung durch Fake News aufgehetzt - ohne dass es eine offizielle Kriegserklärung gäbe. Yvonne Hofstetter schildert diese bedrohliche Lage anhand von realen Beispielen, die das Weltgeschehen und die Weltpolitik massiv beeinflussen. Sie beleuchtet die Verteidigungsstrategien der Großmächte und legt dar, warum der Westen vor Angriffen ungeschützter ist als der Osten.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 08.11.2019

Die IT-Expertin Yvonne Hofstetter lehrt Vera Linß das Gruseln. Wie sehr die Digitalisierung geostrategisch von Bedeutung ist und wie wenig der Westen darauf vorbereitet ist, vermittelt ihr die Autorin überzeugend anhand von Beispielen wie Stuxnet oder russischen Hackeraktivitäten. Hofstetters Warnungen vor "Surrogat-Kriegen", Drohnen und Informationskriegen werden durch die eher zahmen Meinungen der Fachleute im Buch nur bestätigt, findet Linß. Hofstetters Hoffnung auf eine weltpolitische Vision von Europa, die Digitalisierung und Geostrategie vereint, kann Linß nur teilen.