Hitlers Weg an die Macht ist oft beschrieben worden. Kaum beachtet wurde, dass er sich dabei stark an Mussolini orientierte. Der faschistische Diktator war sein großes Vorbild. Auf ihn ließ er auch nichts kommen, als er selbst die Macht erlangt hatte und der "Duce" von ihm abhängig geworden war. Die beiden verband bis zu ihrem Tod eine politische Freundschaft. Ursachen und Ausdrucksformen dieser 'Männerfreundschaft' sind Gegenstand dieses Buches.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 12.02.2018
Clemens Klünemann erfährt aus Wolfgang Schieders Studie, inwiefern Hitles Aufstieg mit dem Verhältnis des Führers zum Duce zu erklären ist. Dass der Autor auf Psychologisierungen verzichtet, dafür aber die mit viel Aufwand inszenierte politische Freundschaft der beiden erkundet, findet Klünemann richtig. Hitlers Lernprozess, sein Übertrumpfen des Lehrers und seine weitere Verpflichtung dem Duce gegenüber vermag ihm der Autor facettenreich darzustellen, sei es anhand der Ästhetisierung der Politik als Herrschaftstechnik, sei es anhand der "kitschigen Sentimentalität", von der die Männerfreundschaft der beiden geprägt war. Nach Meinung des Rezensenten überaus lesenwert.
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