Dietmar Süß

'Ein Volk, ein Reich, ein Führer'

Die deutsche Gesellschaft im Dritten Reich
Cover: 'Ein Volk, ein Reich, ein Führer'
C.H. Beck Verlag, München 2017
ISBN 9783406679032
Gebunden, 303 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

"Ein Volk, ein Reich, ein Führer" - als im März 1938 die Kampagne für den "Anschluss Österreichs" an das Deutsche Reich auf Hochtouren lief, war dieser Dreiklang auf den Plätzen und Märkten immer wieder zu vernehmen. Er verknüpfte die Hoffnung auf soziale Harmonie mit der Sehnsucht nach nationaler Stärke und ließ gleichzeitig deutlich werden, dass hinter dem schönen Schein der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft die brutale Ausgrenzung all derjenigen lauerte, die nicht dazugehören konnten oder wollten. Rassistische Ungleichheit, so zeigt dieser beeindruckende Überblick, war das Strukturprinzip der deutschen Gesellschaft im Dritten Reich, immer weiter entgrenzte staatliche Gewalt war die zentrale Säule der neuen politischen Ordnung, und ein radikaler Antisemitismus war der Treibstoff, der die gesamte Maschine antrieb. Virtuos verwebt Dietmar Süß die konkreten Schicksale einzelner Menschen in seine Analyse und beschreibt, wie das NS-Regime das Leben der Deutschen von Grund auf veränderte.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 27.11.2017

Robert Probst freut sich über die Darstellung des Historikers Dietmar Süß. Abgesehen von einigen Leerstellen gelingt es dem Autor laut Rezensent, ein Riesenthema verständlich, anschaulich und mit einer klaren Haltung auf Höhe der Forschung zu präsentieren, ohne jüngere Leser mit Fachballast zu belasten. Wie wurde die Volksgemeinschaft geformt? Was wussten die Deutschen von Holocaust? Diese Fragen beantwortet der Autor laut Probst nah an den Aufzeichnungen der Zeitgenossen und mit den nötigen Differenzierungen. Für Probst mehr als eine reine Einführung ins Thema.

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