Herausgegeben und bearbeitet von Holger Th. Gräf. Mit Beiträgen von Sven Externbrink und Ralf Pröve. Die Edition von Lebenslauf und Kriegstagebuch des hessischen Obristen im Dienst Landgraf Moritz des Gelehrten gewährt Einblicke in das abenteuerliche Leben Widmarckters und in das europäische Mächtespiel am Vorabend des großen Krieges.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.03.2001
Dem Tagebuch eines "ziemlich geringen Hilfsgeist der Weltgeschichte" verdankt der Rezensent Bernd Roeck Einsichten in das Kriegshandwerk am Vorabend des Dreißigjährigen Kriegs. Ganz besonders hebt er dabei die Perspektive des Offiziers hervor, der in erste Linie Verwalter und Geschäftsführer seiner Söldnertruppen war. Auch der Herausgeber weiß den Rezensenten durch seine sehr guten Kommentare zu überzeugen. Ihm gelinge auf "vorzügliche" Weise an Stellen, an denen die beschränkte Sicht des Tagebuchschreibers selbstverständlich scheitern muss, die Einordnung einzelner Passagen in den historischen Kontext. Alles in allem für den Rezensenten ein interessantes und gut editiertes Dokument allerdings anscheinend weit davon entfernt, aufregende neue Erkenntnisse zu Tage zu fördern.
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