Matthias Senkel

Dunkle Zahlen

Roman
Cover: Dunkle Zahlen
Matthes und Seitz Berlin, Berlin 2018
ISBN 9783957575395
Gebunden, 488 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Moskau 1985: Die internationale Programmierer-Spartakiade hält die akademischen Eliten des Landes in Atem. Hier messen sich aufstrebende Mathematiker in den Techniken der Zukunft, die nur noch einen Tastendruck entfernt scheint. Doch die kubanische Nationalmannschaft ist kurz vor der Eröffnung des Wettbewerbs spurlos verschwunden - und ihre resolute Übersetzerin Mireya begibt sich auf eine atemlose Suche durch die fremde Hauptstadt, die wie elektrostatisch aufgeladen surrt und flimmert. Architekten und Agenten, dichtende Maschinen und sogar Stalins leibhaftiger Schatten treffen in dieser wilden und manchmal fantastischen Erzählung aufeinander: ein schillerndes Mosaik der Sowjetunion kurz vor der folgenreichen Vernetzung der Welt.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 10.02.2018

"Durchtrieben" findet Lothar Müller den neuen, lang erwarteten Roman von Matthias Senkel. Wie der Autor mit der Fiktion eines Textes aus einer digitalen Literaturmaschine aus der späten Sowjetunion spielt, scheint ihm witzig und virtuos. Die Welt der elektronischen Datenverarbeitung und der russischen Literatur von Gogol bis Puschkin und Sorokin vermag ihm der Autor auf einfallsreiche Weise zu erschließen. Einen kleinen Spionagethriller hat der Autor auch eingebaut in seinen Stoff um die späte Sowjetunion, um Datentechnologie, statistische Dunkelziffern und okkultes Wissen, erläutert Müller. Ein Roman wie eine Rechenmaschine, der eine Geistergeschichte über die verschwundene Sowjetunion erzählt, meint er.
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