Magnus Brechtken

Der Wert der Geschichte

Zehn Lektionen für die Gegenwart
Cover: Der Wert der Geschichte
Siedler Verlag, München 2020
ISBN 9783827501301
Gebunden, 304 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Aus der Geschichte lernen: Warum wir heute unsere liberalen Werte verteidigen müssen! Einer der führenden Historiker in Deutschland und sein Aufruf gegen die Geschichtsvergessenheit: Wir müssen immer wieder neu für die Werte der Freiheit kämpfen! Magnus Brechtken öffnet uns die Augen: In seiner Tour durch die Geschichte zeigt er an zehn Beispielen, wie hart die Werte von Freiheit, Selbstbestimmung und Teilhabe erkämpft wurden, wie sehr sie das Leben der Menschen verbessert haben - und warum diese Errungenschaften heute auf dem Spiel stehen, durch Nationalisten und Populisten von rechts wie links. Wieviel Freiheit und welche Rechte hatte ein Bürger vor 150 Jahren? Wie selbstbestimmt war das Leben einer jungen Frau um 1900? Welche Autoritäten prägten die Existenz der Menschen damals? Wie demokratisch war die Gesellschaft? Und wo stehen wir bei all dem heute?

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 13.10.2020

Dass man nicht einschläft beim Lesen eines Buches von einem deutschen Historiker ist für Joachim Käpper offenbar schon ein großes Lob. Aber dieses Buch ist sogar "unterhaltsam", findet er. In erster Linie, so der Kritiker, geht es darum, das Heute beispielsweise in Anbetracht all der Fortschritte in Medizin und Politik, höher zu schätzen, als die meisten Zeitgenossen es kurioserweise tun, obwohl es ihnen so gut geht wie noch nie. Trotz vieler Umwege würde auch jetzt die Aufklärung noch weitergehen, meint der Autor, und der Kritiker schließt sich ihm aus vollem Herzen an.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.10.2020

Für den Rezensenten Stephan Speicher macht es sich der Historiker Magnus Brechtken mit seinem Buch viel zu leicht. Speicher empfiehlt ihm eine eingehendere Beschäftigung mit Wissenschaftstheorie, um politische und ökonomische Handlungsweisen besser zu verstehen. Brechtkens Plädoyer für eine stärkere Wertschätzung der Geschichte mangelt es laut Speicher an intellektueller Schärfe, etwa, um zu verstehen, dass die Diskontinuität der Geschichte das Lernen aus ihr erschwert. Brechtkens Preisungen des moralischen Fortschritts im Westen findet der Rezensent außerdem nur schwer erträglich, pfäffisch und selbstzufrieden, etwa, wenn der Autor nicht einmal vermutet, dass eine Nation wie China dem Westen etwas beibringen kann, oder wenn er einfach voraussetzt, dass Rationalität auch Humanität und Moral bedeutet.
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