K. Erik Franzen, Hans Lemberg

Die Vertriebenen

Hitlers letzte Opfer
Propyläen Verlag, Berlin/München 2001
ISBN 9783549071359
Gebunden, 288 Seiten, 20,40 EUR

Klappentext

Es war die größte Völkerwanderung der Geschichte, als sich am Ende des Zweiten Weltkriegs etwa 14 Millionen Deutsche gegen ihren Willen auf den Weg nach Westen machten. Erst flohen sie vor der Roten Armee, dann wurden sie gewaltsam aus ihrer angestammten Heimat vertrieben. Parallel verlief die von der Sowjetunion erzwungene Umsiedlung von Millionen Polen in die ehemals ostdeutschen Gebiete. In einer dreiteiligen Dokumentation widmete sich die ARD diesem Thema. Der Begleitband der Historiker und Osteuropaforscher Hans Lemberg und K. Erik Franzen verbindet die historisch fundierte Darstellung jender traumatischen Ereignisse mit Zeitzeugnissen und Bildmaterial.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 09.04.2001

Volker Zimmermann ist außerordentlich angetan von dem Buch, das als Begleitband der ARD- Dokumentationsreihe "Die Vertriebenen" erschienen ist. Der Rezensent betont, dass die Behandlung des Themas stets ein "Politikum" ist, und er lobt die Autoren, dass es ihnen gelungen ist, sowohl "Ursache und Wirkung" der Vertreibung darzustellen als auch die "menschliche Dimension" nicht außer Acht zu lassen. Damit würden sie weder die NS-Verbrechen verharmlosen noch die Leiden der Vertriebenen ignorieren, so Zimmermann zustimmend. Besonders Franzen lobt er für seine "kenntnisreiche" Vermittlung der Zusammenhänge. Insbesondere die Ausführungen zur weiteren Entwicklung in der Nachkriegszeit preist er als "Höhepunkt" des ganzen Buches. Das Buch sei auch hervorragend geeignet, denjenigen, die selbst nicht zu den Vertriebenen gehören, dieses Kapitel der Geschichte näher zu bringen, wobei Zimmermann auch die vielen Fotos und Karten lobt, die, wie er meint, die geografische Orientierung sehr erleichtern.
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