Henning Venske erzählt die bundesrepublikanische Geschichte auf eine ganz neue Art. Stets ist sein umfassendes künstlerisches Schaffen als Moderator, Schriftsteller, Schauspieler und Kabarettist eine Reflexion auf die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse: Willy Brandt, die Gründung der Grünen, die langen Kohl-Jahre, Schröder als Ministerpräsident und als Kanzler, die Jahre bei der "Lach und Schieß", Mutlangen, die Schleyer-Entführung, die FDP. Vor allem aber besticht das Buch durch die zahlreichen persönlichen Erlebnisse Venskes, die die Ereignisse der letzten fünfzig Jahre immer wieder in ein anderes Licht stellen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.10.2014
Ein zeithistorisches Werk ist Henning Venskes Biografie "Es war mir ein Vergnügen" in jedem Fall, findet Rezensentin Cora Stephan, kann diesem Buch aber ansonsten leider nicht viel abgewinnen. Schulzeit, abgebrochenes Studium, abgebrochene Schauspielschule, diverse abgebrochene Theater- und Fernsehengagements etc. - all das findet die gestrenge Kritikerin nicht nur mäßig interessant, sondern darüber hinaus auch noch recht "lieblos" erzählt. Ein wenig Selbsterkenntnis oder Selbstkritik vermisst die Rezensentin bei dem Kabarettisten, dessen acht Jahre bei der Münchener Lach- und Schießgesellschaft ihrer Meinung nach dem deutschen Kabarett nicht sonderlich gut bekommen seien, außerdem. Insbesondere aber missfällt ihr manche Aussage Venskes, etwa wenn er die deutsche Teilung als "Strafe" für Auschwitz betrachtet.
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