Hier führt Georg Schramm anhand der Kabarett-Texte für Oberstleutnant Sanftleben, den Sozialdemokraten August und andere Figuren durch zwanzig Jahre Geschichte der Republik. Die Texte sezieren in entlarvenden Charakterstudien den deutschen Volkskörper und holen weit weg geglaubte politische Inhalte mitten ins alltägliche Leben, ins Private eines jeden Lesers.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 27.10.2007
Georg Schramm ist als Kabarettist gespalten in mehrere Typen, vom Rentner zum Offizier. Hier gibt es eine Sammlung von Texten aus seinen Kabarettprogrammen zu lesen, denen natürlich die Verlebendigung durch den Darsteller Schramm fehlt. So schlimm ist das aber, wie der Rezensent Thomas Thieringer erfreut feststellt, gar nicht. Es bleibe nämlich auch ohne die schauspielerische Personenmimikry einiges übrig, vor allem aufgrund der "erfrischenden Polemik", die die Texte zu Themen wie "Preuße sein" oder "Der Sozialdemokrat" auszeichnet. Sehr gut gefallen haben Thieringer insbesondere die Alternativvorschläge zur Heldenverehrung auf dem Berliner Gendarmenmarkt und Überlegungen zum "Quäntchen Glück".
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