Herausgegeben von Peter Engelmann. Aus dem Französischen von Claudia Simma. In vier Gesprächen, die hier erstmals veröffentlicht werden, spürt Peter Engelmann den maßgeblichen Themen in Hélène Cixous' Werken nach. Von zentraler Bedeutung ist die Kindheit der Autorin, die sie während des Zweiten Weltkrieges in Algerien zubringt, wo mit der vor dem Nationalsozialismus aus Osnabrück nach Oran geflohenen Großmutter auch Osnabrück als Fantasiestadt für sie weiterlebt. Diese algerische Kindheit teilt Cixous zudem mit Jacques Derrida, mit dem sie nicht nur eine lebenslange Freundschaft verband, sondern auch einen regen schöpferischen Austausch unterhielt. So bilden Cixous' Biografie, ihre Beziehung zu Derrida und ihr politisches Engagement die Leitmotive dieses Bandes.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.06.2017
Bernhard Jarosch schätzt die Arbeitsweise von Helene Cixous. Das Einbeziehen historischer Figuren und politischer Geschichte in die eigene Erzählung scheint ihm nicht nur opportun, sondern bei Cixous auch höchst fruchtbar. Wenn die Autorin sich Montaigne als Zeitgenossen an die Seite stellt, um luftig anekdotisch über Erinnerungen zu sprechen, so liest er das mit Gewinn. Die hier ebenfalls zu lesende Beschreibung ihrer Freundschaft mit Derrida gehört für Jarosch zum Schönsten in dem Band.
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