Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 29.07.2004
In einer Mehrfachbesprechung widmet sich Michael Mayer all den Neuerscheinungen von Jacques Derrida, die sich im Laufe des vergangenen Jahres so auf seinem Schreibtisch angesammelt haben. Den Titel dieses Bandes erklärt der Rezensent damit, dass er eine Rede enthält, die Derrida anlässlich einer Ausstellung der Bilder und Zeichnungen Antonin Artauds im MoMA hielt. Anderseits ist er eine Anspielung auf Artauds selbstgewählten Beinamen "Momo" - Narr. Verblüffend findet der Rezensent die tiefe Aversion, die Derrida hierin gegenüber Artaud zu erkennen gibt - beziehungsweise gegenüber dem "Doktrinären" seiner Kunst. Dabei, betont Mayer handelt es sich jedoch um eine Feindschaftserklärung gegenüber einem privilegierten, weil immerhin "schmerzenden Feind".
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