David Miller

Fremde in unserer Mitte

Politische Philosophie der Einwanderung
Cover: Fremde in unserer Mitte
Suhrkamp Verlag, Berlin 2017
ISBN 9783518587119
Gebunden, 330 Seiten, 32,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Frank Lachmann. Das Thema Einwanderung wirft gewichtige gesellschaftspolitische, moralische und ethische Fragen auf, die seit einiger Zeit im Zentrum intensiver Debatten stehen. Der britische Philosoph David Miller verteidigt in seinem Buch eine Position zwischen einem starken Kosmopolitismus, der für uneingeschränkte Bewegungsfreiheit und offene Grenzen plädiert, und einem blinden Nationalismus, der oft in pauschale Ausländerfeindlichkeit und dumpfen Rassismus umschlägt. In ständiger Auseinandersetzung mit Gegenargumenten entwickelt er seinen Standpunkt, der die Rechte sowohl der Immigranten als auch der Staatsbürger berücksichtigen soll - und einen schwachen Kosmopolitismus ebenso einschließt wie das Recht von Nationalstaaten, ihre Grenzen zu kontrollieren. Ziel von Millers Ausführungen ist eine Immigrationspolitik liberaler Demokratien, die so gerecht ist wie möglich und so realistisch wie nötig.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.11.2017

Friedemann Bieber gefällt die Konkretisierung der "verständlich" geschriebenen Erörterungen in diesem Buch des Philosophen David Miller. Wenn Miller über moralische Verpflichtungen in Migrationsfragen nachsinnt, versteht Bieber das zunächst einmal deskriptiv, auch wenn sich der Autor gegen einen politischen Kosmopolitismus auszusprechen scheint. Grundsätzlichen Überlegungen, so Bieber, folgen Argumente gegen den Imperativ offener Grenzen und dann empirische Befunde. Für Bieber bei aller Strittigkeit ein Beleg dafür, dass politische Philosophie zum Nachdenken über aktuelle politische Fragen beitragen kann.
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