Daniel Cohn-Bendit

Unter den Stollen der Strand

Fußball und Politik - mein Leben
Cover: Unter den Stollen der Strand
Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2020
ISBN 9783462052633
Gebunden, 272 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Finale der Fußballweltmeisterschaft 1954, Deutschland gegen Ungarn: Für wen sollte ein neunjähriges sportbegeistertes Kind sein, dessen jüdische Eltern Deutschland in den Dreißigerjahren verlassen mussten? Kurze Zeit später zieht die Familie aus Paris zurück nach Deutschland und lässt sich in Frankfurt nieder; wo seine Leidenschaft für Eintracht Frankfurt geweckt wird - und, während der WM 1958, für Brasilien. Er beginnt in Paris zu studieren und steht mit auf den Barrikaden im Mai 1968 - Dany le rouge, der rote Dany. Es folgen wilde Jahre in der Politik und im Privaten, in Deutschland und Frankreich - und immer geht es dabei auch um Fußball: Fußball in Europa, Fußball in Südamerika, Fußball in aller Welt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.03.2020

Rezensent Stephan Wackwitz ist geteilter Meinung über Daniel Cohn-Bendits Fußballbuch. Was der Autor etwa über seine Reisen ins Fußballland Brasilien zum Besten gibt, haut ihn nicht vom Hocker, und auch stilistisch mangelt es den "sportjournalistisch-memoirenhaften" Passagen an Finesse, meint Wackwitz. Weiter hinten im Buch aber entdeckt der Rezensent Kapitel, die gekonnt Gesellschaftspolitisches und Sporthistorisches verbinden, so wenn der Autor über Nationalismus und Fußball nachdenkt, seine Begeisterung für den Frauenfußball durchblicken lässt und Anekdoten über Begegnungen mit Spielern und Funktionären versammelt.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 07.03.2020

Arno Widmann hat keine Ahnung vom Fußball, aber er interessiert sich für Daniel Cohn-Bendit, daher bespricht er das Buch, das eigentlich ein Fußballbuch ist, die "Autobiografie eines Fans". Darin schreibt Cohn-Bendit laut Rezensent vom französischen Fußball und schwärmt von Günter Netzer und der deutschen Elf von 1972. Den Enthusiasmus des Pariser 1968er-Anführers spürt Widmann auch hier. Ob alles so war, wie der Autor erzählt, jeder Spielverlauf, jede lässige Geste Netzers, ist für Widmann da zweitrangig.

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