Christoph Butterwegge

Die zerrissene Republik

Wirtschaftliche, soziale und politische Ungleichheit in Deutschland
Cover: Die zerrissene Republik
Beltz Juventa, Weinheim 2019
ISBN 9783779961147
Gebunden, 414 Seiten, 24,95 EUR

Klappentext

Seit geraumer Zeit ist das Problem wachsender Ungleichheit das Kardinalproblem unserer Gesellschaft, wenn nicht der gesamten Menschheit. Während daraus im globalen Maßstab ökonomische Krisen, Kriege und Bürgerkriege resultieren, die wiederum größere Migrationsbewegungen nach sich ziehen, sind in Deutschland der soziale Zusammenhalt und die repräsentative Demokratie bedroht. Daher wird nicht bloß thematisiert, wie soziale Ungleichheit entsteht und warum sie zugenommen hat, sondern auch, weshalb die politisch Verantwortlichen darauf kaum reagieren und was getan werden muss, um sie einzudämmen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 29.11.2019

Stephan Hebel folgt Christoph Butterwegge gerne bei seinem Versuch, auf die grundsätzliche sozioökonomische Ungleichheit in unserer Gesellschaft aufmerksam zu machen. Die Vehemenz, mit der der Autor zu Werke geht, das Problem der Ungleichheit anspricht und auf dem Begriff der Klassengesellschafft beharrt, macht Eindruck auf den Rezensenten, auch wenn Butterwegge mitunter übertreibt, ja dogmatisch rüberkommt, wie Hebel anmerkt. Gewinnbringend lesen sich Butterwegges materialreiche Streifzüge durch die Theorien der Ungleichheit allemal, versichert Hebel, zumal der behauptete Klassengegensatz zwischen Arbeit und Kapital vom Autor stärker ausdifferenziert wird, je mehr er sich der Gegenwart nähert, so Hebel.

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