Aus dem Italienischen von Peter Klöss. Sie lassen die eigene Familie zurück, um sich um fremde Menschen zu kümmern - die Frauen aus Osteuropa. Daniela ist eine von ihnen. Sie arbeitet in Mailand, rund um die Uhr, ist zuverlässig und liebevoll als Pflegerin und als Kinderfrau. Doch je mehr sie fremden Familien hilft, desto heftiger vermisst sie die eigenen Kinder. Als ihrem heranwachsenden Sohn etwas zustößt, muss sie eine Entscheidung treffen.
Rezensent Christoph Schröder erkennt das Potenzial in Marco Balzanos Roman über rumänische Arbeitsmigranten in Italien. Allein der Umsetzung fehlt es laut Schröder an Gedankentiefe und Figurenprägnanz. Die Protagonistin, die Mann und Kinder in Rumänien verlässt, um als Pflegekraft in Italien zu arbeiten, bleibt dem Rezensenten fern. Das Ansinnen des Autors, beim Leser das Bewusstsein zu wecken für das Problem illegaler Arbeitsmigration gelingt laut Schröder nur partiell, etwa in den Schilderungen des von Rassismus und Abhängigkeiten geprägten Arbeitsalltags der Figur, einer Form modernen Sklaventums. "Floskelhafte Lebensweisheiten" und Klischees belasten den Text, findet er.
Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Botho Strauß: Bleiben und Blicken In Botho Strauß' neuem Buch geht es um die Zeit und ihr Vergehen, um den Zauber der Kunst, um das Originale und das Eigentliche. Vor allem sind es Begegnungen und Nichtbegegnungen,… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…