Abhijit V. Banerjee, Esther Duflo

Gute Ökonomie für harte Zeiten

Sechs Überlebensfragen und wie wir sie besser lösen können
Cover: Gute Ökonomie für harte Zeiten
Penguin Verlag, München 2020
ISBN 9783328601142
Gebunden, 560 Seiten, 26,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen  von Thorsten Schmidt, Stephan Gebauer-Lippert, Heike Schlatterer. Ungleichheit, Armut, Migration, freier Handel, Wirtschaftswachstum und Umweltfragen sind die Probleme, die weltweit täglich die Schlagzeilen beherrschen. Hierzu wären Wissen und Rat von Wirtschaftswissenschaftlern dringend gefragt. Die für ihre bahnbrechenden Arbeiten zur Armutsforschung bekannten Ökonomen Esther Duflo und Abhijit Banerjee halten in diesem Buch ihren Kollegen provokant den Spiegel vor: Katastrophale Krisen wie die Lehman-Pleite haben sie verschlafen, oft verstellen ideologische Vorbehalte den Blick, und bei Streitthemen wie dem Euro haben sie sich gescheut, unbequeme Wahrheiten auszusprechen. Duflo und Banerjee zeigen anschaulich, was gute Ökonomie stattdessen zur Lösung der dringenden Weltprobleme beitragen kann.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 28.07.2020

Als dieses Buch der beiden Ökonomen Abhijit V. Banerjee und Esther Duflo erschien, war von Corona noch keine Rede - und dennoch ist es von ungebrochener Aktualität, hält Rezensent Cornelius Dieckmann fest. Wenn die mit dem Wirtschaftsnobelpreis ausgezeichneten Autoren mit Blick auf wachsende Armut und Arbeitslosigkeit einen "starken, aber nicht paternalistischen Staat" fordern, der mit den Reagonomics bricht und auf eine verantwortungsvolle, den Bürger einbeziehende Sozialpolitik setzt, stimmt Dieckmann gern zu. Auch Banerjees und Duflos Überlegungen zu einem bedingungslosen Grundeinkommen oder ihre Forderungen nach mehr Investitionen in Schulen oder Krankenhäuser scheinen dem Kritiker klug.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 24.02.2020

Rezensentin Ursula Weidenfeld empfiehlt das Buch der Wirtschaftswissenschaftler Abhijit Banerjee und Esther Duflo. Dass das Autorenduo auf Ideologie verzichtet, wenn es über die Entstehung von Armut, den Nutzen des Freihandels oder Steuergerechtigkeit nachdenkt, hält Weidenfeld für ein großes Plus. Ebenso gut gefallen ihr die Leidenschaft, der Pragmatismus und die Bescheidenheit, mit denen die Autoren für die Rehabilitierung der Wirtschaftswissenschaften eintreten. Die im Band erörterten Anstrengungen zur Verbesserung menschlichen Lebens und die privaten Geschichten regen Weidenfeld zum Mitdenken an, ohne zu missionieren. Etwas Konzentration erfordert die Lektüre vom Leser allerdings, erklärt die Rezensentin.

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