Herausgegeben, eingeleitet und kommentiert von Hanno Schmidt, Anke Lindemann-Stark und Christophe Losfeld. Mit dem zweiten Band wird die Neuedition der Briefe von und an Joachim Heinrich Campe abgeschlossen. Eine textkritische Erforschung von Campes Leben und Werk ist nunmehr mit dieser Ausgabe möglich. Der Ertrag stellt sich vielfach dar: Die Kommentierung verändert in Verbindung mit den Briefen das bisher die Forschung prägende Campe-Bild. Es konnte eine große Zahl von Rezensionen und Zeitschriftenaufsätzen Campes für die zukünftige Forschung aufbereitet werden. Der Briefwechsel lenkt den Leser auf Spuren der inneren Dynamik der im Entstehen begriffenen bürgerlichen Öffentlichkeit. Der Briefwechsel stellt in seiner zeitlichen Erstreckung und in seiner inhaltlichen Spannbreite ein einmaliges Dokument für die Erschließung der Struktur- und Wandlungsformen der deutschen Spätaufklärung dar.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 19.09.2008
Leseempfehlung für Entdecker! Florian Welle bespricht begeistert und ausführlich den zweiten Briefband, der die Korrespondenzen Joachim Heinrich Campes aus den Jahren 1789 bis 1814 enthält - und mit dem die "Herkulesarbeit" der Herausgeber zu einem glücklichen Ende komme. Der Leser kann darin noch viel entdecken, verspricht der Rezensent: Beispielsweise die Akribie, mit der sich der dauerkränkelnde Campe und seine Briefpartner über ihre Gesundheit austauschen. Für den SZ-Rezensenten wird die Erkundung der Briefe umso interessanter, als in der Person Campes, des Verlegers, Schriftstellers und Pädagogen alle "diskursiven Fäden" der "Sattelzeit" (Koselleck) von 1750 bis 1800 zusammenliefen - denn unter den 186 Briefpartnern finden sich viele Geistesgrößen der Zeit. Von der bedeutenden Edition werden auch neue Impulse auf die Aufklärungsforschung ausgehen, meint Welle.
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