Anita Albus

Sonnenfalter und Mondmotten

Cover: Sonnenfalter und Mondmotten
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2019
ISBN 9783100006332
Gebunden, 240 Seiten, 48,00 EUR

Klappentext

Nach ihren Büchern "Von seltenen Vögeln" und "Das botanische Schauspiel" widmet sich Anita Albus in ihrem neuen Buch einer der faszinierendsten Erscheinungen der Natur: den Schmetterlingen. Farbenfroh erzählt sie von Raupen, Larven und Faltern aus aller Welt und lässt immer wieder auch die großen Schmetterlingsliebhaber der Literaturgeschichte - von Goethe über Strindberg bis Nabokov - zu Wort kommen. Wie in ihren vorangegangenen Büchern verbindet Anita Albus dabei naturkundliches Wissen und historische Bildung mit dem genauen, liebevollen Blick einer Künstlerin, die mit Worten und Farben malt. Der Band enthält über 60 Abbildungen, darunter zahlreiche Schmetterlingsbilder von Anita Albus selbst.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 17.01.2020

Rezensent Roman Bucheli staunt über Witz und Verstand in Anita Albus' Bilder-und-Geschichten-Buch. Das Miteinander von Wort und Bild ersetzt ihm locker Regalmeter wissenschaftlicher Literatur in Sachen Schmetterlinge. In unbekannte Welten entführt ihn Albus mit ihrer Schule des Sehens, die laut Bucheli Kulturgeschichte und Naturanschauung in einem ist. Allein die Poesie der Namen, hinter der dauernde Verwandlung stattfindet, bezaubert den Rezensenten: Rotkleebläuling, Pinienprozessionsspinner! Zu letzterem liest Bucheli bei Albus eine besonders kuriose Geschichte.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 26.11.2019

Rezensent Burkhard Müller entdeckt fast die ganze Schönheit von Schmetterlingen in diesem Buch von Anita Albus. Wie die "komplexe Architektur dieser optischen Wunderwerke" aufgebaut ist, erfährt der Kritiker hier ebenso, wie er liest, dass der Totenkopfschwärmer seinen Rüssel braucht, um in Bienenkörbe einzudringen. Auch von Goethes, Nabokovs oder Jean Pauls Verhältnis zu Schmetterlingen liest Müller hier. Nicht zuletzt lobt er die reiche Bebilderung des Bandes, darunter Aquarelle von Albus selbst, auch wenn er gestehen muss: Die Schönheit, die Schmetterlinge in Bewegung entfalten, erreicht das Buch dann doch nicht.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.10.2019

Rezensent Stefan Trinks schwelgt in den Wasserfarbenbildern von Anita Albus, die ihm wie Buntglasfenster erscheinen. Die aufwendige Aufmachung des Buches entspricht für Trinks den filigranen, mit Naturfarbstoffen erstellten Aquarellen von Schmetterlingen und Faltern im Band. Damit kommt Albus der Natur möglichst nahe, staunt Trinks. Altmeisterlich im besten Sinne findet er diese Kunst, wenngleich die Künstlerin der Neuen Sachlichkeit verpflichtet ist, wie er feststellt. Auch die Texte sind für Trinks Offenbarungen, insofern sie bisweilen abseitiges Falter-Wissen vermitteln.

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