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Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Redaktionsblog: Im Ententeich

Found Footage: Sundance.

25.01.2010. Als "middlebrow-Festival" ist das derzeit stattfindende Sundance Festival zwar nicht unumstritten, sehr schön ist deren Onlinepolitik aber doch: Neben viel Unerheblichem (ein Gitarrespieler in einem Café? Also gut.) und üblichem Festival-Chitchat (wichtig aussehende Leute sagen wichtig Klingendes in wichtig aussehende Kameras) finden sich im YouTube-Channel des Festivals auch Beiträge aus dessen Kurzfilmprogramm. Zwar muss man dabei ein bisschen Rosinen-Picken spielen (warum das Festival sich nicht auf einen tag einigt, der einem auf einen Blick alle Filme präsentiert, ist schon schleierhaft), doch zeigt dieser Testballon auch die ungefähre Richtung an, die internationale Filmfestivals im Zeitalter von Digitalisierung und Medienkonvergenz einschlagen könnten. Ich für meinen Teil hoffe, dass z.B. die Berlinale solche Möglichkeiten ebenfalls in Betracht zieht (oder aber vielleicht sogar über eine Art "Online-Festivalsektion" nachdenkt, die von und für das Netz produzierte Filme unter einem entsprechenden Label kuratiert). Von Thomas Groh

Found Footage: Gesperrtes Netz

23.01.2010. Das National Film Board of Canada gehört, was die Netzpräsenz betrifft, zu den vorbildlichsten Filminstitutionen weltweit. Gerade erst wurde der High Definition Channel um einige wunderbare Schätze der Animationsfilmkunst bereichert: Hochauflösend, weltweit abrufbar und embeddable. Von Thomas Groh

Zu Hilal Sezgins Vorwürfen gegen den Perlentaucher

20.01.2010. Hilal Sezgin beschwert sich heute in der Zeit unter der Überschrift "Ihr Feiglinge" unter anderem darüber, dass die Feuilletonrundschau des Perlentauchers nicht namentlich gezeichnet ist und wir gewissermaßen nur rudelartig und anonym auftreten. Dazu folgendes: Die Feuilletonrundschau wird jeden morgen von den drei Perlentaucherredakteuren und einem freien Autor erstellt. Die einzelnen Beiträge sind nicht namentlich gekennzeichnet, weil die Feuilletonrundschau buchstäblich ein Gemeinschaftsprojekt ist. Wir sitzen zwischen sieben und neun in einem Raum, lesen uns vor, redigieren uns gegenseitig, diskutieren, ergänzen, tauschen Zitate aus etc. Die Redaktion ist überschaubar - Thierry Chervel, Thekla Dannenberg, Anja Seeliger - und steht mit Kurzbio im Impressum.
Von Anja Seeliger

Found Footage: A Letter to Uncle Boonmee - und anderes.

19.01.2010. Zwar kann man das Video nicht einbetten und eine (ratzfatz erledigte) Registrierung bei der Online-Cinémathèque "The Auteurs" ist obendrein nötig (so ganz im übrigen: die schlechteste Sache nicht), einen Hinweis aber ist dies unbedingt wert: Dort, bei "The Auteurs", kann man sich derzeit A Letter to Uncle Boonmee, den neuen Kurzfilm des thailändischen Regisseurs Apichatpong Weerasethakul, anschauen - weltweit ohne Geoblocking, kostenfrei und in hervorragender Qualität. Nehmen Sie sich die 17 Minuten Zeit! Von Thomas Groh

Das Behagen an der Unkultur

18.01.2010. Henryk Broder ist ein Riese! Ganz allein ist er in der Mehrheit gegenüber all den kleinen Feuilletons. Die tapfere kleinere Minderheit aus Freitag, taz, Zeit, Süddeutsche, FAZ und FAS hat in den letzten Wochen ihren ganzen Mut zusammengenommen, um hinter dem anarchistischen Witz Broders den dunkel schimmernden "Fundamentalismus der Aufklärung" bloßzulegen. In einer ganzen Flut von Artikeln zurren sie ihn fest und pieken ihn, wie das Zwergenvölkchen bei Swift. Broder, schrieb Thomas Assheuer in der Zeit, "gibt sich stets Mühe, lustig zu schreiben, aber er meint es bitterernst". Das ist der Unterschied: Seine Gegner sind nicht mal lustig. Von Thierry Chervel

Found Footage: Tilda Swinton.

17.01.2010. Tilda Swinton. An der schottischen Küste, in schottischen Wäldern, in einer schottischen Ruine. Barfuß. Als neues Gesicht für Pringle of Scotland. Ein Werbevideo - wenn man es denn so nennen kann - für die kommende Sommerkollektion, gedreht von Ryan McGinley. Von Thomas Groh

Scholl-Latour: Kristina Köhler ist ein Skandal

05.01.2010. Peter Scholl-Latour war immer schon berühmt als Experte für alles und für tiefen Einblicke in die Seelen der Völker. Hier ein weiterer Beweise für das Ausmaß seiner Völkerverständigung, ein FAZ-Interview, das wir (dank Cora Stephan) erst jetzt entdecken: Von Thierry Chervel

Archiv: Presseschauen

Ein Akkordeon atmet langsam aus

27.06.2015. SZ und Standard werden melancholisch in einer Münchner Ausstellung über den Westberliner Underground der 80er: einst so wild, jetzt so kulturexportkompatibel. Sieglinde Geisel lässt sich in ihrem Blog von Wolfram Schüttes Idee für eine online stehende Literaturzeitung inspirieren. Die taz lernt von Nordkorea, dass es auch bei uns politische Propaganda gibt. Die NZZ erinnert in der Figur des William Morris an das Reaktionäre im Avantgardisten. Mehr lesen

Ein Konstrukt mit sehr realen Konsequenzen

27.06.2015. Man muss den tunesischen Jugendlichen Hoffnung machen, ruft der Menschenrechtler Abderrahmane Hedhili nach dem neuen Massaker im Land in Libération. Amerika feiert die Entscheidung des Supreme Court zur Lesbenehe. Huffpo.fr analysiert, wie sich der Islamische Staat in die westliche Popkultur einbrannte. Der Standard bringt einen Schwerpunkt über  "Die überwachten Bürger". Vice fragt: Hat der Papst recht, wenn er die Rolle der katholischen Kirche im Holocaust mit Verweis auf die Untätigkeit der Alliierten relativiert? Mehr lesen

Was gibt es da zu lachen?

26.06.2015. Aktualisiert: News-App: Apple will Nachrichten selber schreiben - Wir sind die Roboter: Bei der dpa werden Texte nunmehr von Robotern verantwortet & Wie Amazon das Problem des Journalismus auf E-Books projiziert - "Bixit": Ökonomen fordern Ausschluss von Bild-Zeitung aus der Eurozone, meldet der Postillon - Sprachkritik: Rolf Schneider über politischen Schwurbel-Sprech als Mogelpackung - Vor 125 Jahren geboren der Kinderbuchillustrator Walter Trier + Das Komische im Gedicht: Ein Gespräch mit F. W. Bernstein. Mehr lesen

Scheitern, Risiko, Experiment

23.06.2015. Die NYT erklärt, wie bequem, aber auch wie befreiend das Privileg ist, nicht auf seine Hautfarbe festgelegt zu werden. Die NYRB lernt, wie strategisch durchdacht die Brutalität des IS ist. Das war bei den Bolschewisten auch schon so, erklärt Medium. Quarterly Conversation verteidigt die argentinische Autorin Silvina Ocampo gegen den Vorwurf bourgeoiser Frivolität. Im Telegraph feiert Jeanette Winterson die große Bildhauerin Barbara Hepworth. In Eurozine warnt Sofi Oksanen vor einer Finnlandisierung Europas.
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Archiv: Bücher

Aufgeweckte Stimmen vom Rand des Getümmels

26.06.2015. Einen tiefen Einblick in die Machtverhältnisse nach dem Tod Heinrichs VIII. beschert Inger-Maria Mahlkes historischer Roman "Wie Ihr wollt" der gebannten FR. Die FAZ lernt mit dem Band "Diagnose: Krim" des Kunsttheoretikers Wladimir Velminski die Mythen und Traumata des neuen kalten Krieges besser zu verstehen. Und die NZZ zieht nach zehn Bänden von Naoki Urasawas Manga-Reihe "Billy Bat" eine begeisterte Zwischenbilanz. Mehr lesen

Zwanghafte Verführer

22.06.2015. In Carol O'Connells märchenhaftem Thriller "Kreidemädchen" müssen es Elfen in New York mit Hyänen und Ratten aufnehmen. In Dominique Manottis "Abpfiff" gedeihen Politik und Geschäft ganz prächtig auf der Ehrentribüne im Fußballstadion. Mehr lesen

Die Leisen, die Liebenden und die Naiven

10.06.2015. Ein Blick ins Quartiere Michelangelo von Palermo, auf die Logienquelle Karl Lagerfelds, zärtliche Haie, perverse Verse und die fehlende Vergebung in der protestantischen Ethik. Mehr lesen

Alles ungeheuerlich

06.06.2015. Laszlo Krasnahorkais Satzkaskaden, Ricardo Piglias Selbstgespräch über Literatur, Merle Krögers Dokufictionthrilleressayroman, Indiens Krise und der Aufstieg des Islamischen Staats - dies alles und mehr in den besten Büchern des Juni. Mehr lesen

Archiv: Magazin

"Wunderwelt" wäre mein Vorschlag

26.06.2015. Wolfgang Schüttes Projekt einer Literaturzeitung im Netz ist der Vorschlag für ein Unternehmen. Aber ein Unternehmen wird nur begonnen, wenn eine Chance auf Gewinn besteht. Einige Vorschläge Mehr lesen

Lakritzschwarze Tittenkatzen

26.05.2015. Wie, es gibt keine große Kunst mehr? Etwas, wo einem der Mund vor Staunen offen bleibt? Ausflüge zu sogenannten privaten Stiftungen und zurück in die Giardini von Venedig: der zweite Teil der Begehung einer Kunst von Staaten, die es gibt, und über Staaten, die es nicht mehr gibt. Mehr lesen

Kinder ihrer Zeit

06.03.2015. Der EuGH hat entschieden: ein Buch ist nur dann ein Buch, wenn es auf einem physischen Träger geliefert wird. Damit entfällt der reduzierte Mehrwertsteuersatz für Ebooks, die in Europa teuer bleiben. Das freut weder Autoren noch Verlage noch Kunden, nur die Betreiber von Webseiten zum illegalen Download. Mehr lesen

Trauer um Charlie Hebdo

09.01.2015. Wir erinnern mit einer Hommage an Charb, Cabu, Wolinski, Honoré und Tignous. Mehr lesen

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