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Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Redaktionsblog: Im Ententeich

Die Schlangenhüften von George Raft

28.07.2009. Ich habe gerade Walter Satterwaiths Krimi "Miss Lizzie kehrt zurück" gelesen. Er spielt im New York der Zwanziger und eine Menge "echtes Personal" taucht auf: Lizzie Borden, Mae West, Dorothy Parker und George Raft, der 1932 in "Scarface" den melancholischsten verliebten Gangster spielen würde, den die Welt je gesehen hatte. Gangster sollte er von da an bleiben. Im Buch aber hat er einen Auftritt als Tänzer! Fred Astaire erzählt in seiner Autobiografie, Raft habe den schnellsten Charleston getanzt, den er je gesehen habe. Schnell war Raft 1965 nicht mehr. Aber sonst hatte der Siebzigjährige noch alles: Figur, Timing, Eleganz und Schlangenhüften. Ab Minute 6.42 (Einbetten war leider nicht erlaubt) Von Anja Seeliger

Wunschtraum eines Apokalyptikers

27.07.2009. Timothy Garton Ash tut in seinem neuesten Buch etwas, das Intellektuelle seines Kalibers selten tun: Er zieht einen Begriff zurück. Leichthin hatte er in einem Artikel für die New York Review of Books die niederländische, jetzt in den USA lebende Frauenrechtlerin Ayaan Hirsi Ali eine "Fundamentalistin der Aufklärung" genannt. Er hatte eine Symmetrie zwischen dem Islamismus und einer bestimmten Fraktion der westlichen Öffentlichkeit konstruiert und damit eine riesige Debatte ausgelöst, die von Perlentaucher und signandsight.com angeregt wurde und an der sich Intellektuelle wie Pascal Bruckner oder Necla Kelek beteiligten. Die Debatte fand ein großes Echo in der internationalen Presse. Von dieser Konstruktion hat sich Garton Ash nun also in einer Fußnote zu dem besagten Artikel in seiner neuen Essaysammlung "Facts are Subversive" verabschiedet (Ort und Teilnehmer der Debatte nennt Garton Ash in seinem Buch nicht). Von Thierry Chervel

Nachgezählt

27.07.2009. Das waren Zeiten, als man Magazinen verbieten musste, mehr als 49 Prozent Anzeigen pro Heft zu bringen! Die aktuelle Ausgabe des Spiegels kommt bei 146 Seiten auf ganze 15 Seiten Werbung und eine Sonderveröffentlichung. Ist das nur das Sommerloch? Oder die Strukturkrise?
Von Thekla Dannenberg

Cary Grant und die Peitsche

27.07.2009. Statt ein gutes Buch zu lesen, habe ich mir am Wochenende alte Filme bei Youtube angeguckt und bin dabei auf diese Szene gestoßen: Cary Grant, als er noch aussah wie Sylvester Stallone, in einer (nach zwei Minuten) schockierenden Gewaltszene: Von Anja Seeliger

Bericht Frankfurter Tagung im Literaturcafé

16.07.2009. Im Literaturcafé berichtet Wolfgang Tischer über die gestrige Tagung in Frankfurt - auch über den Schirmherren: "Dass gerade die FAZ einen Urheberrechtskongress unterstützt, obwohl sie unlängst selbst zeigte, dass sie mit den ihr übertragenen Autorenrechten nicht sonderlich sorgfältig umgeht, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Ebenso konnte wer wollte diese Ironie aus der Begrüßung von Hannes Hintermeier heraushören, der tatsächlich davon sprach, dass Journalisten in dieser Sache seriös berichten müssten und keine Lobbyarbeit betreiben sollten. Im Publikum lachte jedoch niemand." Von Thierry Chervel

Die Früchte des Internets

15.07.2009. Am Ende durfte auf einem dichtbesetzten Podium kurz auch mal die Dame von Google sprechen. Sie sehe gar nicht, wo das Problem sei, sagte Anabella Weisl, die bei Google Deutschland für die Buchsuche zuständig ist: Zwischen den Interessen von Google und den Interessen der Unterzeichner des Heidelberger Appells bestehe doch gar kein Widerspruch. Herzliches Gelächter. Von Thierry Chervel

Kein Buch gegen Heidenreichs Willen

13.07.2009. Wir berichteten: die "Deutsche Literaturgesellschaft", ein Zuschussverlag, der Autoren Geld für die Publikation minderer Gedichte abknöpft, hatte als Lockvogelbuch ein Buch mit Texten von Elke Heidenreich veröffentlicht. Heidenreichs Texte hatte man einfach im FAZ-Archiv "gekauft" - völlig legal. Nun hat der Verlag, vielleicht um einer Klage Heidenreichs aus dem Weg zu gehen, das Buch zurückgezogen. Das Literaturcafe, das die Geschichte aufgebracht hatte, zitiert aus der Begründung der Literaturgesellschaft: "Nachdem bekannt wurde, dass die FAZ die Rechte an Texten von Elke Heidenreich gegen Ihren Willen veräußert hat, hat sich die Deutsche Literaturgesellschaft dazu entschlossen, das Buch 'Bücher könnte ich lassen, Oper nie!' freiwillig vom Markt zu nehmen." Von Thierry Chervel

Das Leben ist schön

08.07.2009. Rewe hat meinen Supermarkt umgebaut. Bisher waren die Regale längs gestellt. Immer mal wieder erblickte ich beim Einkauf die Kassen. Am Ende aller Herrlichkeiten stand der Preis, den man zahlen muss. Nun sind die Regale quer gestellt. Auf der einen Seite erblickt man Obst und Gemüse, auf der anderen die Tiefkühlkost, das Paradies und das ewige Leben. Von Thierry Chervel

Hört nicht auf die Heidelberger Bocksgesänge

05.07.2009. Neulich habe ich einen Artikel von Alain Finkielkraut über eines seiner Idole, den großen Schriftsteller Milan Kundera gelesen. Kundera hat in Frankreich einen Band mit neuen Aufsätzen publiziert, "Une rencontre". Dazu gehört ein Aufsatz über einen längst vergessenen Roman von Anatole France, "Les dieux ont soif", der von einem Maler zur Zeit der französischen Revolution handelt. Dieser Maler identifiziert sich mit dem Terror - und wird sich schuldig machen. Von Thierry Chervel

Google Book Settlement wird überprüft

03.07.2009. (Via turi2) Die New York Times meldet, dass das Google Book Settlement im amerikanischen Justizministerium kartellrechtlich überprüft werden soll. Das Justizministerium hat dies in einem Brief an die Richter mitgeteilt, die über das Google Book Settlement befinden sollen: "Antitrust experts said the letter was the latest indication that the Justice Department is seriously examining complaints that the agreement would grant Google the exclusive right to profit from millions of so-called'?orphan works,' books that are out of print and whose authors or rights holders are unknown or cannot be found."  Von Thierry Chervel

Die vierte Gewalt ist jetzt im Netz

01.07.2009. Der Verleger Hubert Burda bezeichnete gestern in der FAZ die Presse als "vierte Gewalt" und behauptete, sie sei unverzichtbar für die Demokratie. Das ist Unsinn. In Sachen Berichterstattung über das Internet ist die Presse weithin keine vierte Gewalt mehr, sondern ein Lobbyist, der sich unter dem Deckmantel des Journalismus dem Staat andient. Von Anja Seeliger

Archiv: Presseschauen

Klärende Wortgewitter

09.07.2015. Alle lieben Rainald Goetz: Ein Klassiker wäre er sowieso geworden, aber mit Büchner-Preis "fühlt es sich richtiger an". Niemand liebt den Terminator: Dass einzig Arnie sympathisch ist, sieht Daniel Kehlmann in der Zeit als größten Verrat an der Grundidee des Films. Für die Münchner Opernspiele hat Andreas Dresen die "Arabella" von Strauss gründlich entstaubt, freut sich die Welt. Die SZ beklagt die neue Unübersichtlichkeit in der Kunst. Die taz meint: Es gibt die von Wolfram Schütte geforderte Literaturzeitung Fahrenheit 451 schon. Und sie heißt PerlentaucherMehr lesen

Sofort eine Lammkeule

09.07.2015. Schon schreibt Fidel Castro späte Liebesbriefe an den geschätzten compañero Alexis Tspiras. Ein Grund mehr, warum die anderen Euroländer wohl einlenken werden, meint Politico.eu. Die NSA weiß sicher schon, was Angela Merkel darüber denkt - denn der Geheimdienst ist nach jüngsten Wikileaks-Enthüllungen ihr steter Schatten. In der Zeit nennt Bundestagspräsident Norbert Lammert den Völkermord an den Herero beim Namen. Zum Verzweifeln komisch: Das Tagesprogramm der ARD vom 6. Januar. Mehr lesen

Ohne klare Feindbilder

09.07.2015. taz: Georg Löwisch wird neuer Chefredakteur - Arm, aber kooperativ: Berliner Zeitungen schmieden Allianz - Russische Medien: Jenseits der roten Linie - "Alles Lüge?": Zeit-Leser über Vertrauen in die Medien - Endzeit im Treibhaus: Literaturjournalismus statt Literaturkritik - Panoramafreiheit: Facebook ist nun mal kein Fotoalbum - Neue Wikileaks-Dokumente: Nicht nur  Merkel, auch Schröder & Kohl im Visier der NSA + Unter Popliteraten: Thomas Meinecke über den "Weltabschreiber" Rainald Goetz. Mehr lesen

Die endlose Wiederkehr der "Stopfkuchen"-Provinz

07.07.2015. Der Westen hat den arabischen Frühling gekapert und den syrischen Bürgerkrieg angefacht, klagt die London Review. Eurozine staunt, wie viel Ablehnung im Westen Dissidenten des Islam und der Ukraine entgegenschlägt. The Nation erzählt von einer Pakistanerin, die Freiheit bei den Islamisten sucht. Der Merkur weiß, warum Amerikaner, Briten und Franzosen Fernsehserien bessern können als wir. In El Universal verliebt sich der mexikanische Autor Álvaro Enrigue in Zagreb. Der Guardian vertieft sich in Southern Gothic. Und die New York Times untersucht den Erfolg der Huffington Post. Mehr lesen

Archiv: Bücher

Wir sind die Menschen auf den Wiesen

09.07.2015. Nach der Lektüre von Jürgen Goldsteins Biografie Georg Forsters wünscht sich die Zeit eine Forster-Ausstellung zur Eröffnung des Humboldt-Forums. Großes Vergnügen hat ihr auch die von Evelyne Polt-Heinzl und Christine Schmidjell herausgegebene Lyrik-Anthologie "Juli" bereitet. In "Die alte Dame in Marrakesch" nimmt Fouad Laroui die französischen Vorurteile über Marokko aufs Korn, freut sich die SZ. Mehr lesen

Teilnehmende Beobachtung

04.07.2015. Ralf Rothmann über Väter und Söhne, Paula Hawkins über scheinbar perfekte Ehen, 570 Gedichte aus Afrika und die Geburt des modernen Istanbul - dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Juli. Mehr lesen

Zwanghafte Verführer

22.06.2015. In Carol O'Connells märchenhaftem Thriller "Kreidemädchen" müssen es Elfen in New York mit Hyänen und Ratten aufnehmen. In Dominique Manottis "Abpfiff" gedeihen Politik und Geschäft ganz prächtig auf der Ehrentribüne im Fußballstadion. Mehr lesen

Die Leisen, die Liebenden und die Naiven

10.06.2015. Ein Blick ins Quartiere Michelangelo von Palermo, auf die Logienquelle Karl Lagerfelds, zärtliche Haie, perverse Verse und die fehlende Vergebung in der protestantischen Ethik. Mehr lesen

Archiv: Magazin

Wofür wir brennen

09.07.2015. Seit Wochen und Monaten wird (mal wieder) über den Zustand der Literaturkritik debattiert. Entstanden ist der Wunsch nach stärkerer Institutionalisierung. Warum wir keine neue Literaturzeitung brauchen, aber mehr Leidenschaft. Mehr lesen

In die vierte Dimension, nämlich ins Museum

07.07.2015. Es ist keine Performancekunst, die dafür gemacht ist, abgebildet zu werden. Aber eine, in der die Besucher sehr frei sind. Am 8. August ist "Tino Sehgal" im Berliner Gropiusbau schon wieder vorbei. Bis dahin sollte man seinen Figuren helfen, ein Mensch zu werden. Mehr lesen

Kinder ihrer Zeit

06.03.2015. Der EuGH hat entschieden: ein Buch ist nur dann ein Buch, wenn es auf einem physischen Träger geliefert wird. Damit entfällt der reduzierte Mehrwertsteuersatz für Ebooks, die in Europa teuer bleiben. Das freut weder Autoren noch Verlage noch Kunden, nur die Betreiber von Webseiten zum illegalen Download. Mehr lesen

Trauer um Charlie Hebdo

09.01.2015. Wir erinnern mit einer Hommage an Charb, Cabu, Wolinski, Honoré und Tignous. Mehr lesen

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