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Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Redaktionsblog: Im Ententeich

Wer ist jetzt der Spießer?

30.03.2009. Vor zwanzig Jahren starb der österreichische Schriftsteller Thomas Bernhard an Herzversagen. Achtzehnjährig hatte er mit Tuberkulose bereits im Sterbezimmer gelegen und die Sakramente erhalten. In den vierzig Jahren danach entstand sein umfangreiches erzählerisches und dramatisches Werk unter dem Eindruck der Todeskrankheit. Von Sascha Josuweit

Was die Zeitungen mit Urheberrecht meinen

30.03.2009. Am Samstag schrieb der Konzertveranstalter Marek Lieberberg in einem Artikel für die SZ: Von Ernst Piper

NYT kündigt Gehaltskürzung an

27.03.2009.
(Via Gawker.) Die New York Times hat ihren Mitarbeitern in einem Memo eine fünfprozentige Kürzung der Gehälter ab April angekündigt, berichtet Nicholas Carlson im Silicon Alley Insider. Außerdem müssen sie in diesem Jahr 10 Tage unbezahlten Urlaub nehmen (vorausgesetzt, die Times einigt sich mit den Gewerkschaften). Er hat auch das Memo von "Arthur" [Sulzberger] und "Janet" [Robinson] veröffentlicht. In einem zweiten Memo, das Gawker veröffentlicht hat, informieren "Scott, Bill, Martin & Andy" die Redaktion außerdem, dass 100 Angestellte auf der Verlagsseite der Times entlassen werden. Nach Ansicht von Carlson ist das bei weitem nicht genug: Die Times müsste ihre Redaktion um 30 Prozent reduzieren, um wenigstens eine Weile kostendeckend arbeiten zu können. Aber wie lange? Wenn man sich die finanzielle Entwicklung der NYT anguckt und die Entwicklung ihrer Aktien (siehe Grafik), wird einem richtig schlecht. Das ist kein Niedergang, das ist ein Sturzflug. Der Times gönnt man das wirklich nicht. Während die Medien hierzulande den Kopf in den Kopf in den Sand stecken, und das Thema Internet ignorieren, hat die NYT wirklich was ausprobiert im Netz, auch wenn man das nicht alles Anja Seeliger

Europa mit zwei Lungen

19.03.2009. Der Kongress "Die Freiheit im Blick", den die Zeitschrift Osteuropa gerade zusammen mit dem Goethe-Institut und der polnischen Botschaft in Berlin ausrichtet, dürfte wohl zu den spannendsten Veranstaltungen des gesamten Gedenkjahres gehören: Versammelt hat sich die halbe mitteleuropäische Intelligenzija, um über Aufbruch, Freiheit und die Verheißung Europa zu diskutieren. Rita Süßmuth seufzte in ihrem ansonsten etwas pastoralen Statement hübsch lakonisch: "Geist - davon kann es ruhig mehr geben". Der polnische Botschafter Marek Prawda warb sehr überzeugend für die unruhestiftenden Qualitäten der Polen. Und der große Adam Michnik, unerschütterlicher Dissident und Herausgeber der Gazeta Wyborcza, blickte in seiner Eröffnungsrede auf die Zeit des großen Aufbruchs und ihre hässliche Kehrseite, die Jugoslawienkriege, zurück und schloss daran ein flammendes Plädoyer auf Europa, das nun endlich mit zwei Lungen atme. Der Text, der der Rede zugrunde liegt, ist nur im Print - in Osteuropa nachzulesen: Von Thekla Dannenberg

Lest Eisenstein!

17.03.2009. Wie fühlt sich Revolution an? Ich meine nicht den Vergleich zwischen dem Zustand davor und danach, sondern den Moment, wenn man mittendrin steckt? Chaotisch! Elisabeth Eisenstein hat das wunderbar beschrieben in ihrem 1979 erstmals erschienenen Buch "The Printing Press as an Agent of Change" (hier ein Auszug auf Deutsch) über die Erfindung des Buchdrucks. Clay Shirky hat in seinem Blog noch einmal darauf hingewiesen und Parallelen zur jetzigen Revolution gezogen: Von Anja Seeliger

Wolframs schöne neue Antwortenwelt

17.03.2009. In zwei Monaten, verkündet Stephen Wolfram, werden wir das Wissen der Menschheit im Internet erfragen können. Die Vorstellung erscheint gleichermaßen verlockend und gruselig - praktisch jedenfalls und bequem, aber auch irgendwie eindimensional. Wolfram zumindest ist sich sicher: Das ist es, wovon der Mensch träumte, vor fünfzig Jahren, als die Computer groß wurden. Von Frauke Fentloh

Wie albern waren die Mohammed-Karikaturen?

10.03.2009. Als die Zeitungen vor vier Wochen über die Fatwa gegen Salman Rushdie vor 20 Jahren und ihre Folgen bis heute nachdachten, kamen sie selbstverständlich auch auf den Karikaturenstreit vor drei Jahren zu sprechen. Von Thierry Chervel

Börsenverein hackt Kindle?

02.03.2009. Ist es noch vor der deutschen Markteinführung des Amazon Kindle gelungen, das von dem US-amerikanischen Online-Buchhändler entwickelte E-Book-Lesegerät zu hacken? Das könnte man bei der Lektüre einer in der FAZ veröffentlichten dpa-Meldung meinen. Auf der vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels initiierten Online-Plattform libreka, so heißt es dort, sollen ab März 2009 100.000 Bücher zur Verfügung stehen, welche "direkt auf die gängigen E-Book-Lesegeräte 'Kindle' oder 'Reader' heruntergeladen werden können. Welcher "Reader" auch immer gemeint sein mag (der Adobe Reader? Sonys Reader Digital Book, das erst im März erhältlich sein soll?) - das "Kindle" ist jedenfalls dafür bekannt, dass darauf bislang nur solche E-Books angezeigt werden können, die der Kunde bei Amazon gekauft hat - ein Geschäftsmodell, das wegen seiner quasi-monopolistischen Struktur vielfach kritisiert worden ist (siehe auch). Sollte es den libreka-Machern etwa gelungen sein, das Amazon-Gerät zu hacken? Das wäre erstaunlich, setzt der Börsenverein sich sonst doch für ein "zivilisiertes Internet" ein, bekundet Sympathien für das französische Olivennes-Modell und verklagt gerade die Universität Würzburg, weil diese ihren Studierenden Lehrmaterial an Leseplätzen zugänglich gemacht hat. Oder strebt man mit Amazon, immerhin einem der größten Konkurrenten des… Von Ilja Braun

Archiv: Presseschauen

Keine Einfühlungscoupons

02.09.2015. Die Welt ist erleuchtet und feiert Miley Cyrus' neues Popalbum. Die FAZ bewundert die provokante Leichtigkeit von Frederic Rzewskis Auschwitz-Oratorium "Der Triumph des Todes" in Weimar. Im Tagesspiegel bietet Shermin Langhoff der Volksbühnenbande an, ihr Ost-Schild am Gorki anzuschrauben. Wenig Freude haben die Filmkritiker mit Werner Herzogs "Königin der Wüste": Rosamunde Pilcher lässt grüßen, schnaubt die taz. Mehr lesen

Moment der Machtlosigkeit

02.09.2015. Die NZZ zweifelt an der Politik der neuen Besen in den italienischen Museen. Geradezu euphorisch begrüßen Claus Leggewie und Daniel Cohn-Bendit in der taz die durch die Flüchtlinge zu erwartenden Veränderungen. Irights.info wagt ein Gedankenexperiment zur Neuordnung des Urheberrechts. Im Freitag kritisiert Medienwissenschaftler Dietmar Kammerer die Idee der Gegenüberwachung. Mehr lesen

Abfackeln, niederschießen, abschieben

01.09.2015. Don Alphonso erklärt, wie die Netzempörung den Datenschutz ruiniert - Rechte Hetze im Netz: Was will Maas eigentlich von Facebook? - AppFlix: Apple plant eigene TV-Inhalte - Bedeutungswandel: Gedankenexperiment zur Neuordnung des Urheberrechts - Förderung geistiger Tankstellen: Deutschland zeichnet Buchhandlungen aus - Bilanz: Bertelsmann mit mehr Umsatz & Gewinn - Das Internet ist die DDR von heute: Thomas Brussig über Jonathan Franzens "Unschuld" + Innerlichkeit & Expression: Van Morrisons Konzert zum 70. in der Belfaster Cyprus Avenue. Mehr lesen

Die unvermeidliche Eruption

01.09.2015. Im Merkur erklärt Ernst-Wilhelm Händler, welche Frage den Kunstbetrieb wirklich umtreibt. Flüchtlinge sind Kandidaten für die Freiheit, ruft BHL in La regle du jeu. Die Ungarn zögern, das so zu sehen. The Nation entdeckt die Literatur der Levante. Der New Yorker porträtiert den arabisch-israelischen Autor Sayed Kashua. Der Economist bestaunt die neue Virtual Reality. In Eurozine erklärt Bodó Balázs, warum Schwarzkopien manchmal ein Akt der Notwehr sind. Mehr lesen

Archiv: Bücher

Ins goldene Licht der Legenden

01.09.2015. Dana Grigorceas Roman "Das primäre Gefühl der Schuldlosigkeit" wird nun auch in der FAZ gefeiert. In der taz bespricht Philipp Felsch die Tagebücher Michael Rutschkys aus den weit entrückten Achtzigern. Grass' "Vonne Endlichkait" wird von weiteren Kritikern mild abgenickt. Und die SZ hält mit Frans de Waal fest: Der Bonobo hatte schon Moral, als der Mensch die Religion noch gar nicht erfunden hatte. Mehr lesen

In bester Therapeutenmanier

27.08.2015. In "Der namenlose Tag" setzt Friedrich Anis neuer Kommissar Jakob Franck im Kampf gegen Trauer und Tod auf die Strategie der Umarmung. Der israelische Autor Dror Mishani stiftet mit seinem Roman "Die Möglichkeit eines Verbrechens" Unruhe in den Zonen der persönlichen Sicherheit und Unbesorgtheit. Mehr lesen

Harro Zimmermann: Friedrich Sieburg - Ästhet und Provokateur

27.08.2015. Kaum ein Publizist verkörpert die Kontinuität des Journalismus von der Weimarer Republik über die Nazizeit bis in die frühe Bundesrepublik schlagender als Friedrich Sieburg, der mit seinem Buch "Gott in Frankreich?" das deutsche Frankreichbild prägte. Harro Zimmermann legt bei Wallstein eine Biografie Sieburgs vor, aus der wir das Kapitel "Im Zentrum des feuilletonistischen Zeitalters" vorabdrucken. Mehr lesen

Rücksichtslos, aber nicht ohne Empathie

06.08.2015. Harper Lees neuer Atticus Finch, die Meads bei Lily King, Gedichte von Emily Dickinson und die wundersame Entstehung der baskischen Identität. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats August. Mehr lesen

Archiv: Magazin

Gute Literaturkritik ist Gesellschaftskritik

07.08.2015. Kritik braucht Glauben, nicht an Gott, aber an die Literatur. Kritiker müssen daran glauben, dass sie gut ist, nicht nur für einen selbst, sondern auch für andere. Sie müssen Fundamentalisten sein, missionieren wollen. Mormonen der Literatur. Mehr lesen

Wenn einer nicht schlafen kann

22.07.2015. Ein Popsong als Diorama auf sämtlichen Kanälen, Tiere in Hotelzimmern auf Videobillboards, Chloë Sevigny als einsame Reisende in einem Spiegelkabinett: In Doug Aitkens Kunst gibt es nichts, was es nicht gibt, nichts, was nicht geht. Einstmals gefeiert als postmoderner Erzähler auf "multipler Leinwand", bespielt er nun die Frankfurter Schirn, als wäre sie sein Flagship-store. Mehr lesen

Kinder ihrer Zeit

06.03.2015. Der EuGH hat entschieden: ein Buch ist nur dann ein Buch, wenn es auf einem physischen Träger geliefert wird. Damit entfällt der reduzierte Mehrwertsteuersatz für Ebooks, die in Europa teuer bleiben. Das freut weder Autoren noch Verlage noch Kunden, nur die Betreiber von Webseiten zum illegalen Download. Mehr lesen

Trauer um Charlie Hebdo

09.01.2015. Wir erinnern mit einer Hommage an Charb, Cabu, Wolinski, Honoré und Tignous. Mehr lesen

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