Johann Georg Sulzer

Johann Georg Sulzer, geboren am 16. 10. 1720 in Winterthur, gestorben 27. 2. 1779 in Berlin. Sulzer schloss seine Studien am Carolinum in Zürich 1739 mit der Ordination ab. 1747-63 Professor der Mathematik am Joachimsthalschen Gymnasium in Berlin, 1765 Professor der Philosophie an der neu errichteten Ritterakademie, ab 1776 Direktor der philosophischen Klasse der Akademie der Wissenschaften Berlin (ab 1750 Mitglied). Seinen pädagogischen Schriften ("Versuch einiger vernünftiger Gedanken von der Auferziehung und Unterweisung der Kinder", 1745) ließ Sulzer praktische Tätigkeit als Reformer mehrerer preußischer Lehranstalten folgen. Sulzer gehörte zu den Schweizer Wissenschaftlern, die von König Friedrich II. sehr geschätzt wurden. Nach langjähriger Vorarbeit erschien 1771 und 1774 sein Hauptwerk, die "Allgemeine Theorie der schönen Künste". Dieses Lexikon ästhetischer Begriffe fand trotz Kritik der jüngeren Generation (etwa Goethe) an der darin vertretenen moralischen Bestimmung der Kunst große Verbreitung und begründete Sulzers Stellung als Hauptvertreter der deutschen Ästhetik der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. (Diese Informationen beruhen auf einem Artikel Hubert Steinkes im "Historischen Lexikon der Schweiz".)

Johann Georg Sulzer: Cymbelline, König von Britannien. Nach einem von Shakespear(e) erfundenen Stoff. 1772

M. Wehrhahn Verlag, Hannover 2007
Mit einem Nachwort herausgegeben von Maurizio Pirro. Mit der Bearbeitung dieses Shakespeare'schen Sujets beabsichtigte der Schweizer Philosoph Johann Georg Sulzer 1772, das großangelegte theoretische…