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Literaturnobelpreis für Anne Carson

08.10.2026. Die kanadische Lyrikerin und Gräzistin Anne Carson hat den Literaturnobelpreis 2026 gewonnen. Eine freut sich ganz besonders, ihre Übersetzerin und Perlentaucherin Marie Luise Knott.
Der Literaturnobelpreis geht in diesem Jahr an die kanadische Dichterin und Professorin für Altgriechisch Anne Carson: "für ihr kühnes und einfallsreiches Werk, das im spielerischen Dialog mit der klassischen Tradition neue Formen für die zeitgenössische Literatur geschaffen hat", so das Nobelkommittee in einer ersten Begründung.

Perlentaucherin und Tagtigall-Autorin Marie Luise Knott hat Carson übersetzt, in ihrer Tagtigall über sie geschrieben (hier) und kommt heute aus den Interviews nicht mehr raus. Knott ist erst im Mai mit Anne Carson in Berlin aufgetreten, erzählt sie im Interview mit der SZ: "Da war sie das erste Mal seit 20 Jahren wieder in Deutschland. Was ich so irre finde: Sie ist eine ganz tolle Rhapsodin. Sie weiß genau, was sie von den Griechen gelernt hat, nämlich dieses rhapsodische Erzählen in der Lyrik. Das war wie ein Konzertevent. Die Texte sind für das Schweben des Vortrags gedacht. Sie denkt beim Schreiben an die ganze Masse, nicht nur an sich selbst. Das hat sie von den alten Griechen übernommen. Ich übersetze deshalb auch laut, Silbe für Silbe." Mehr morgen in unserer Feuilletonrundschau.

Und hier Anne Carsons Performance von "Antigonick", ihrer Version von Sophokles' Tragödie:

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