Mit zahlreichen Abbildungen und Fotos. Drei junge Männer im Deutschland der 1920er-Jahre, deren Lebenswege sie zu Kunst und Kultur als auch zueinander führten: Erich Knauf, Erich Ohser alias e.o.plauen und Erich Kästner. Ihr Leben lang waren sie Freunden, teilten ihre kritische Weltsicht und arbeiteten mit großem Erfolg: Knauf als Cheflektor bei der Büchergilde Gutenberg, der Zeichner Ohser, der durch Vater und Sohn bekannt wurde, und Kästner als Autor. Jürgen Seul und Wolfgang Eckert erzählen auf Basis intensiver Recherchen, zahlreicher Dokumente sowie persönlicher Gespräche von den Schicksalswegen dieser drei Künstler vor dem Hintergrund ihrer Zeit, von ihren Werken und ihrer Haltung, die Knauf und Ohser schließlich das Leben kosten sollte.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.02.2025
Gute Idee, schlecht umgesetzt: So urteilt Rezensent Andreas Platthaus über dieses von Wolfgang Eckert und Jürgen Seul verfasste Buch der Büchergilde über Erich Ohser, Erich Kästner und Erich Knauf - drei Eriche, die vor 1933 für die Büchergilde schrieben und während des Dritten Reichs in Deutschland blieben. Platthaus zeichnet knapp entlang der Veröffentlichung die Lebenswege der drei Nach, Erich Knauf etwa, der die Gilde teilweise auch leitete, fand Arbeit in Goebbels' Filmindustrie, Ohser aka e.o.plauen wurde Zeitungskarikaturist, beide starben kurz vor Ende der Nazizeit nach einer Denunziation wegen Defätismus, Knauf wurde hingerichtet, Ohser begang Selbstmord. Platthaus stört sich vor allem an der "Nachlässigkeit", der beiden Autoren, die Daten falsch benennen oder ins Leere führende Verweise geben. Dabei waren doch alle drei Autoren der Büchergilde! So nicht, findet der Rezensent.
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