Herausgegeben von Hamburger Institut für Sozialforschung. "Wie weiter mit ??" Unter dieser Fragestellung wird das Werk von acht der wichtigsten Geistes- und Gesellschaftswissenschaftler des 19. und 20. Jahrhunderts einer "Substanz- und Haltbarkeitsüberprüfung" unterzogen und hinsichtlich der Frage durchgemustert, inwieweit wir deren Blick auf soziale Fragen und Probleme heute noch teilen können, wollen oder müssen. Das Hamburger Institut für Sozialforschung lud 2007 im Rahmen der Vortragsreihe "InstitutsMontage" namhafte deutsche Wissenschaftler ein, Werke von Karl Marx, Sigmund Freud, Hannah Arendt, Niklas Luhmann und anderen neu und wieder zu lesen. Die so entstandenen Texte nehmen vernachlässigte Denkansätze in den Fokus, bieten unverhoffte Neuinterpretationen und ermöglichen eine anregende Wiederbegegnung mit dem sozialwissenschaftlichen Kanon.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.11.2008
Die acht bunten Bändchen im Schuber lässt Helmut Mayer sich gefallen. Ohne den Ballast der Frage nach der Auswahl, dafür mit Freude an der alle Bände einenden Titelfrage, geht er gleich in die Vollen. Zu sehen, inwieweit sich mit den Begriffen und Methoden von Freud bis Marx gesellschaftliche Gegenwart knacken lässt, erscheint Mayer nämlich durchaus reizvoll. Bei Marx und dessen Ausleger Heinz Bude wird er denn auch nicht enttäuscht und erfährt über die heutige Relevanz des Ökonomen als halbierter Daueranalytiker. Oder er erkennt mit Wolfgang Bonß und Jan Philipp Reemtsma, wie schwer es sein kann, Adorno oder Freud gegenwartsfähig zu halten. Wenn die einzelnen Essays zu "Bezugsfiguren der Sozialwissenschaft" für den Rezensenten auch nicht den Anspruch auf Vollständigkeit erfüllen, einnehmend findet er den ein oder anderen durchaus.
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