Dass eine theologische Reform gesellschaftliche, politische und rechtliche Änderungen mit sich brachte, gehört zu den erstaunlichsten Phänomenen der Reformation. Der vorliegende Band versammelt mehrere Einzelstudien, die diesen Weg theologisch wie politisch nachzeichnen. Im Zentrum stehen auf der einen Seite die theologischen Themen der Freiheit und des allgemeinen Priestertums, auf der anderen wichtige politische Gestalter wie Johann Friedrich von Sachsen, Philipp von Hessen oder Ulrich von Württemberg. Auf diese Weise gewinnt die territoriale Reformation Kontur.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 07.04.2016
Rezensent Dirk Pilz empfiehlt Volker Leppins Aufsatzband nicht nur seines "glücklichen" Titels wegen. Wie der Kirchenhistoriker gesellschaftsverändernde, politische und theologische Geschichten einer allmählichen Transformation herausarbeitet, findet Pilz überzeugend. Leppins dialektischer Deutung von Luther als sehr eigensinniger Mann innerhalb der spätmittelalterlichen Kultur kann Pilz viel abgewinnen, schon weil der Autor damit sowohl dem "mittelalterlichen" als auch dem "neuzeitlichen" Luther gerecht wird, wie Pilz findet.
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