Vaclav Smil
Zahlen lügen nicht
71 Geschichten, um die Welt besser zu verstehen

C.H. Beck Verlag, München 2024
ISBN 9783406817038
Gebunden, 349 Seiten, 25,00 EUR
ISBN 9783406817038
Gebunden, 349 Seiten, 25,00 EUR
Klappentext
Aus dem Englischen von Karl Heinz Silber. Vaclav Smil ist ein Zahlenkünstler. Er beschreibt unsere Welt in Zahlen und beleuchtet sie dabeu neu. Smil berechnet, ob ein Auto oder ein Smartphone mehr Energie benötigt oder wie viele Menschen es brauchte, um die Pyramiden zu bauen. Am Ende sind es die Zahlen, die uns den wahren Zustand der Welt enthüllen.Vaclav Smil hat die Fähigkeit, praktisch alles auf Zahlen herunterzubrechen und berechenbar zu machen. In "Zahlen lügen nicht" führt er in eine Vielzahl von Themen ein: Bevölkerungsentwicklung und Krankheiten, Ernährung und Landwirtschaft, Energie und Umwelt, technologische Innovationen sowie die Maschinen und Geräte, die unsere moderne Zivilisation ermöglichen. So bietet das Buch auch eine Summe all der Themen, die Vaclav Smil seit den 1970er Jahren erforscht und in über 40 Büchern bearbeitet hat. Dabei geht sein Blick sowohl in die Vergangenheit als auch zu den Streitfragen der aktuellen Politik.
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info)
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 14.06.2024
Rezensent Arno Widmann denkt wie immer laut, wenn er uns seine Erfahrungen mit Vaclav Smils neuem Buch mitteilt. Eine Zumutung? Schon, aber Widmann macht auch sehr deutlich, was ihn an diesem Buch des Umweltwissenschaftlers so fasziniert: Smils Umgang mit Zahlen. Dass Zahlen nicht lügen, da ist sich Widmann sicher. Darum staunt er bloß, wenn Smil Daten zur Güterproduktion oder zur Kernenergie vorlegt und für den Leser analysiert und kommentiert. Am wichtigsten erscheint dem Rezensenten das 30. Kapitel über die Datenmengen die dauernd durchs Internet toben. Apropos Datenozeane. Mit Smil badet Widmann höchst gerne darin.
Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 11.04.2024
Vaclav Smils Buch lässt uns die Welt, beziehungsweise Themen rund um den Klimawandel besser verstehen, so Rezensent Wolfgang Schneider. So lernen wir etwa, dass Modellrechnungen etwas anderes sind als solide Daten, weshalb Smil in Schneiders Darstellung nicht viel auf die Versprechungen der Dekarbonisierung gibt. Vielmehr setzt er, fährt Schneider fort, auf simple, handfeste Lösungen zur Verminderung des Energieverbrauchs, wie etwa Dreifachverglasung und, man höre und staune, Dieselmotoren. Denn die sind, führt der Rezensent mit Smil aus, oft effizienter als Elektroantriebe. Überhaupt solle man, zeichnet Schneider das Argument nach, nicht zu sehr auf schicke digitale Zukunftstechnologien hoffen, sondern auch bestehende Technologie auf Potentiale abklopfen. Ein kluges, lehrreich illustriertes Buch, so das Resümee.
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