Statistische Methoden haben enormen Einfluß auf die gesellschaftlichen und politischen Zusammenhänge. Das Buch beschreibt diese, und bietet demzufolge unersetzliches Hintergrundwissen für alle, die mit Statistik befasst, oder davon betroffen sind.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 20.07.2005
Martin Hartmann empfiehlt Alain Desrosieres' "Geschichte der statistischen Denkweise" als ein für das Verständnis von Politik und gesellschaftlichen Diskursen enorm relevantes Buch - man denke nur an die konstituive Rolle, die Statistiken beispielsweise für die Debatte um "Überalterung" spielen. Ohne schlagkräftige Zahlen kein Thema. Doch die Ermächtigung der Zahlen, das Vertrauen in ihre Aussagekraft und der gezielte Einsatz von statistischen Werten haben eine wissenschaftliche und eine politische Geschichte, die ins 18. Jahrhundert zurückreicht und vom Autor aufbereitet werden und vor allem eine Erkenntnis ins Zentrum rücken: den Zusammenhang zwischen politischen Interessen und der Herstellung von Objektivität. Und so beschreibt die Statistik "eine Welt, die sie selbst konstruiert, und verändert damit die Welt, die wir kennen".
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