Das vorliegende Buch stellt dar, wie sich das politische Denken im 20. Jahrhundert im Rückgriff auf aristotelische Denkfiguren erneuert hat. Auf der Suche nach einer normativ gehaltvollen Konzeption des Politischen richtete sich der Blick der Philosophie im 20. Jahrhundert zurück auf die antike Polis und auf Aristoteles, den Begründer der politischen Wissenschaft. Von Eric Voegelin, Leo Strauss und Hannah Arendt über Hans-Georg Gadamer, Joachim Ritter und Dolf Sternberger bis zu Alasdair MacIntyre und Martha Nussbaum zieht sich ein Gesprächsfaden, der alle in vielfältiger Weise mit dem Griechen verknüpft. Es ist dieses höchst erstaunliche Phänomen, das hier erstmals - mit seinen Wurzeln im Frühwerk Martin Heideggers - im Zusammenhang untersucht wird.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 26.11.2002
Warum Jürgen Busche dieses Buch eigentlich bespricht bleibt sein Geheimnis. Zuerst findet er schon einmal das Thema ganz ungeeignet für eine Dissertation, weil die Stofffülle wenig Raum lasse "für die Entwicklung von Thesen". Dann beurteilt er die "Eröffnung" als "klug", was fast ein wenig verächtlich klingt, und ärgert sich darüber, dass der Autor in den folgenden "acht Monografien" große Geister wie Voegelin, Strauss, Arendt, Gadamer, Ritter, Sternberger, MacIntyre und Nussbaum "benotet". Und am Schluss findet Busche, dies sei "ein schöner Anfang für die Exerzitien in einem Proseminar". Irgendwo in der Mitte der Besprechung ist dann der klarste und vielleicht vernichtendste Satz versteckt: "Von eigener belangvoller Philosophie ist da noch nicht zu reden."
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