"Empire" von Michael Hardt und Antonio Negri ist eine scharfsinnige, aber auch heftig befehdete Analyse des modernen Kapitalismus und hat eine mitunter sehr polemisch geführte Debatte entfacht. Vor allem die von Hardt und Negri verwendeten Begriffe "Biomacht", "Immanenz", "Immaterielle Arbeit" und "Multitude" bilden indes wichtige Anschlussstellen zum Weiterdenken in Philosophie und Sozialwissenschaften, über deren Möglichkeiten und Probleme die Autorinnen und Autoren dieses Bandes diskutieren. Beiträge unter anderen von Precarias a la Deriva, Rosi Braidotti, Maurizio Lazzarato, Antonio Negri, Sven Opitz.
Ulrich Brieler begrüßt diesen von Marianne Pieper und anderen herausgegebenen Band "Empire und die biopolitische Wende", der die Diskussion von Michael Hardt und Antonio Negri weiterführt und versachlicht. Er schätzt das Werk als gute Einführung in die Theorien von Hardt und Negri. Aber es ist für Brieler mehr als das: der wichtige Versuch, die Empire-Theorie auf eine stärkere empirische Basis zu stellen - ein Unterfangen, das den Autoren des Bands seines Erachtens oft, aber nicht immer gelingt. Die Stärke des Buchs sieht er in den Beiträgen, die sich der Analyse prekärer Arbeitsverhältnisse widmen. Aber auch die theoretische Seite kommt nicht zu kurz. Mit großem Lob bedenkt er in diesem Zusammenhang zum Beispiel Marianne Piepers Beitrag zum schillernden Begriff der Biopolitik, für ihn die "profundeste Einführung in die Diskussion". Allerdings findet er in dem Band auch eine Reihe von ziemlich "langatmigen theoretischen Exkursen". Zudem weise das Buch wieder die blinden Flecken von Hardts und Negris "Empire" auf: das Fehlen der ökologischen Frage, die Ausblendung der nicht westlichen Welt, die Schwierigkeiten, das global Gemeinsame zu fassen. "Lesenswert" scheint Brieler das Werk jedoch allemal.
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