Sigmund Freud, Ilse Grubrich-Simitis, Mark Solms, Jean Starobinski

Die Traumdeutung

Reprint der Erstausgabe des Verlags Franz Deuticke, Leipzig und Wien 1900
Cover: Die Traumdeutung
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1999
ISBN 9783100228109
Gebunden, 377 Seiten, 65,45 EUR

Klappentext

Dem Band beigegeben:
Jean Starobinski, Ilse Grubrich-Simitis und Mark Solms: "Hundert Jahre `Traumdeutung` von Sigmund Freud. Drei Essays". Broschur. Beide Bücher zusammen im Schuber.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 09.12.1999

Der Reprint der Erstausgabe von 1900 ist zusammen mit einem Band ausführlicher Würdigungen ("Hundert Jahre Traumdeutung" von Sigmund Freud) erschienen. Endlich liegt damit der von Freud selbst öfters auf den neuesten Stand seiner Forschung gebrachte Urtext der Psychoanalyse wieder vor, schreibt Bernd Nitzschke. Der Rezensent beschäftigt sich desweiteren mit Freuds enttäuschten Bemerkungen zu den ersten Reaktionen auf die "Traumdeutung" und lässt nicht unerwähnt, dass der Altmeister sich bei seinen eigenen Trauminterpretationen selbst nicht immer an die eigenen Regeln gehalten hat, was viele Neuinterpretationen in der Fachliteratur zur Folge hatte (besonders des "Irma-Traums"). Ob diese Diskussion in dem Begleitband aufgenommen ist, erfahren wir leider nicht, dafür aber, dass dort ein kenntnisreicher Aufsatz von Ilse Grubich-Simitis über Freuds eigene Umschriften seiner "Traumdeutung" nachzulesen ist. Insgesamt ein "Leseabenteuer", urteilt der Rezensent.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.1999

Vor hundert Jahren erschien die Erstauflage dieses epochalen Buchs, das der Verlag hier im Reprint neu herausgibt. Martin Stingelin bespricht es zusammen mit "Das Jahrhundert der Traumdeutung" von Heinrich Deserno (Hg.) und "Traum und Traumdeutung" von Wolfgang Mertens.
1) Sigmund Freud: "Die Traumdeutung"
Besonders interessant findet Stingelin diese Wiederauflage, weil sie den von Freud in den späteren Auflagen so häufig überarbeiteten Text in ursprünglicher Form bietet. Dieser Gründungsakt einer Wissenschaft erscheine dadurch in wesentlich deutlicheren Konturen. Allerdings würde sich Stingelin mehr noch eine "textgenetische Edition" wünschen, die zugleich die gestrichenen wie die neu hinzugefügten Passagen der verschiedenen Auflagen enthält.
2) Wolfgang Mertens: "Traum und Traumdeutung" (C.H. Beck Verlag)
Zu diesem Buch lässt Stingelin nur die Bemerkung fallen, dass es sich um "einen nützlichen Überblick" über Freuds Traumdeutung und ihre Wirkung in späterer Zeit handele.
3) Heinrich Deserno (Hrsg.): "Das Jahrhundert der Traumdeutung" (Klett-Cotta Verlag)
Die hier versammelten Essay zeigen nach Stingelin die Akzentverschiebungen auf, die die Traumforschung seit Freuds Urwerk bis heute erfahren habe. Zwei Essays böten "überraschende Bestätigungen" der Freudschen Thesen durch die neueste Hirnforschung.
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