Rene Halkett

Der liebe Unhold

Autobiografisches Zeitporträt von 1900 bis 1939
Cover: Der liebe Unhold
Edition Memoria, Köln 2011
ISBN 9783930353309
Gebunden, 488 Seiten, 36,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Ursula C. Klimmer. Mit einem Vorwort von Diethart Kerbs. Über siebzig Jahre nach der englischen Erstveröffentlichung erscheint das Buch "The Dear Monster" des deutschen Emigranten Rene Halkett (1900 - 1983) auch auf Deutsch. Darin berichtet der aus sächsisch-thüringischem Adel stammende Verfasser von seinem bewegten Leben und zeichnet ein packendes historisches Panorama von der Kaiserzeit bis zum Nationalsozialismus. Halkett war Kadett und Soldat im Ersten Weltkrieg, unsteter Wandervogel und Student in Gießen, Heidelberg und Frankfurt/Main, Freikorpskämpfer und KPD-Sympathisant, Mitglied der Bühnenwerkstatt am Bauhaus in Weimar und Mitarbeiter der "Roten Bühne" in Berlin, Segelflugpionier im ostpreußischen Rossitten und Adept der "Loheland"-Schule, Maler in der Rhön und Journalist für die "Frankfurter Zeitung" und die "Vossische Zeitung".

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 20.01.2012

Diesen subjektiven, ganz und gar unhistoriografischen Blick auf die gesellschaftlichen Deformationen in Deutschland um 1939, die in die Katastrophe führten, hält Rezensent Uwe Pörksen für ausgesprochen originell. Zwar weiß er nicht zu entscheiden, ob dieser Weltwandervogel Rene Halkett alias Albrecht von Fritsch nun ein romantischer Taugenichts oder ein Felix Krull mit enormen Verwandlungsfähigkeiten und unbändiger Neugier ist, an der Hellsichtigkeit Halketts in Bezug auf die deutsche Anfälligkeit für irreale Feindbilder, die der Autor übrigens in den Dienst seiner Wahlheimat England stellte, zweifelt Pörksen jedoch keine Sekunde. Ein großes Buch, meint der Rezensent, eine Entdeckung, für die dem Verleger und seiner Übersetzerin, die Pörksen mit ihrem Kommentar auch den Zeithorizont eröffnet, ebenso großer Dank gebührt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.01.2012

Welch ein Fund für Walter Hinck! Die Schätze der Exilliteratur sind genau seine Sache. Mit den zwischen 1937 und 1939 entstandenen Erinnerungen des Freiherrn Fritsch alias Rene Halkett geht für ihn das Abenteuer los. Durch Revolution und Propagandakunst, Wandervogelleben und Flucht begleitet er diesen reflektierten Hansdampf durchs Vorkriegsweimar bis in die Barbarei. Der wache Geist dieses Adligen hat Hinck beeindruckt und seine Fähigkeit, Persönliches mit Allgemeinem zu mischen, das Abenteuer mit der Analyse.
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