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Renate Kreibich

Folgen einer Flucht

Leben im Zwielicht des Kalten Krieges
Cover: Folgen einer Flucht
wjs verlag, Berlin 2010
ISBN 9783937989624
Gebunden, 240 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

1980 in Berlin-Zehlendorf: Im Morgengrauen dringen Beamte des Staatsschutzes in das kleine Reihenhaus des Präsidenten der Freien Universität ein. Rolf und Renate Kreibich werden ohne Angabe von Gründen verhaftet und stundenlang verhört. Erst später erfahren sie, dass man sie der "Spionage für eine fremde Macht" verdächtigt. Sie ahnen, dass sie das Opfer einer politischen Intrige geworden sind, die ihre gesamte Existenz vernichten könnte... In ihrem autobiografischen Bericht über den Mauerbau und seine Folgen für ihre eigene Familie erzählt Renate Kreibich von einer abenteuerlichen Reise nach Bulgarien, von dem riskanten Unternehmen einer detailliert geplanten Flucht aus der DDR und schließlich von einem Spionagevorwurf, der zu einer groß angelegten und medienwirksam inszenierten Ermittlung der bundesdeutschen Staatsschützer führte - und fast in einem familiären Desaster geendet hätte.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 04.09.2010

Sehr spannend findet Christian Semler dieses Buch über ein raffiniert eingefädeltes Fluchtunternehmen aus der DDR im Jahr 1968, das auf einer realen Gegebenheit im Leben der Autorin und ihres Mannes basiert, der 1968 Präsident der FU gewesen ist. Nicht nur die mit wissenschaftlicher Akribie vorbereitete und durchgeführte Flucht der Verwandten in den Westen hat der Kritiker mit großem Interesse verfolgt. Auch das daraus resultierende Nachspiel des Jahres 1980, als sich das Ehepaar Kreibich plötzlich Vorwürfen ausgesetzt sah, für die DDR zu spionieren, hat ihn als Story aus der Zeit des Kalten Krieges sehr beeindruckt.