Joseph Kanon

Leaving Berlin

Thriller
Cover: Leaving Berlin
C. Bertelsmann Verlag, München 2015
ISBN 9783570101797
Gebunden, 448 Seiten, 19,99 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Elfriede Peschel. Berlin 1949: Die Stadt liegt immer noch in Trümmern. Der Kalte Krieg hat begonnen, der Westteil der Stadt kann nur noch durch eine Luftbrücke versorgt werden. Im Ostteil formiert sich die DDR als sozialistischer Staat. Schwarzmarkt und Spionage sind an der Tagesordnung. Selbst die Kultur ist zu einem ideologischen Schlachtfeld geworden. Der Schriftsteller Alex Meier war 1933 vor den Nazis in die USA geflohen und hat dort Fuß gefasst. Doch das McCarthy-Regime hat seine politische Vergangenheit durchleuchtet und ihn aus den USA ausgewiesen. Er geht nach Ostberlin, wo sich auch Bertold Brecht, Helene Weigel und Ruth Berlau niedergelassen haben. Die CIA bietet ihm die Chance auf eine Rückkehr in die USA, wenn er seine Schrift stellerkollegen ausspioniert. Doch die Sache läuft aus dem Ruder, als Alex erfährt, dass er die Frau verraten soll, die er einst über alle Maßen geliebt hat und in Deutschland zurücklassen musste …

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 26.11.2015

Ein gutes Gespür für den Zeitgeist attestiert Rezensent Frank Junghänel dem amerikanischen Schriftsteller Joseph Kanon, schließlich sei der Kalte Krieg zurzeit mal wieder "ein heißes Thema". Sein Thriller um den Doppelagenten Alex Meier, der sowohl für die CIA als auch für den Stasi-Vorläufer K5 arbeitet, ist  im Herbst 1948 in Berlin angesiedelt, schreibt Junghänel, die Luftbrücke liefere "den Sound dieses Romans". Kanon spielt "geschickt und mitunter ein bisschen zu routiniert" mit den Gesetzen des Agentenromans, findet Junghänel, wobei ihm besonders die "pointierten" Gespräche zwischen den auftretenden Ostberliner Kulturschaffenden gefallen - von denen Anna Seghers, Helene Weigel und Bertolt Brecht zu den bekanntesten gehören.

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