Generationen von Schülern lernten Schillers Balladen auswendig, nahmen den "Wallenstein" und "Maria Stuart" durch - selten zu ihrem Vergnügen. Manfred Mai aber zeigt uns Schiller als einen Menschen aus Fleisch und Blut, als Idol und Shooting Star seiner Zeit. Schiller als junger, enthusiastischer Dichter - bis heute.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 30.03.2005
Natürlich gibt es, so Angelika Overath, "17-jährige Mädchen, die, bauchnabelfrei und emphatisch, die ?Braut von Korinth? aus dem Stand deklamieren" - aber normalerweise gelten die Klassiker jungen Menschen als lästiger Pflichtstoff im ungeliebten Unterricht. Ein mögliches Vademekum: Biographien, die "Klassiker als Menschen zeigen", die sich aufgelehnt hatten "gegen die Väter, die Gesellschaft, gegen Kirche und Staat" - und die "bei allem auch unsicher" blieben! Identifikationspotential! Schließlich war Schiller ständig pleite und auf der Flucht vor den Autoritäten. Manfred Mai ist ein solcher Brückenschlag zur jugendlichen Lebenswelt gelungen, befindet die Rezensentin: eine "verlässliche und stilsichere Annäherung an Schiller", die sich gerade dadurch auszeichnet, dass nicht alle Fragen eindeutig und für alle Zeiten beantwortet werden.
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