Norbert Oellers liefert eine neue Einführung in das Gesamtwerk, allgemeinverständlich und auf der Höhe der Forschung. Oellers gibt über den Jubiläumsanlass hinaus gültig, einen interpretierenden Überblick über das gesamte Werk des großen Weimarer Klassikers (vormaligen Stürmers und Drängers), des modernsten Dichters der Zeit um 1800, griffig gegliedert nach Gattungen und leicht verständlich, gleichwohl aus der Kenntnis der ganzen Schillerforschung geschöpft.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 07.05.2005
Rezensent Manfred Koch gerät über Norbert Oellers Schiller-Gesamtdarstellung geradezu ins Schwärmen. Zugegebenermaßen sei es vom Herausgeber der Schiller-Nationalausgabe zu erwarten, dass er mit seinem Dichter ganz und gar vertraut sei, doch meist materialisiere sich diese Art von Vertrautheit in drögen Kompendien. Ganz anders bei Oellers, der "ein fast heiteres Schiller-Buch" geschrieben habe, in dem er "seinen" Dichter auch einmal mit "leisem Spott" ob seiner dramaturgischen oder rhetorischen Strategien überzieht. Besonders interessant findet der Rezensent dabei, wie Oellers Schillers frühe Dramen aus einem Paradoxon heraus deutet: Trotz der offenkundigen Absurdität der Handlung sind diese Dramen Meisterwerke, und das dank ihrer "mitreißenden Sprache", womit Oellers sowohl die gesprochene als die Körpersprache meint.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 22.04.2005
Keine revolutionären Thesen, dafür aber eine bodenständige, "für jeden verständliche Einführung" in Schillers Werk biete Norbert Oellers neues Schiller-Buch, konstatiert Dieter Borchmeyer in seiner Mehrfachbesprechung neuerer Schiller-Publikationen. Oellers ordnet seinen Versuch einer "konzisen Gesamtdarstellung" der Werke Schillers um den grundsätzlichen Konflikt zwischen dessen "idealistischer Freiheitsvision" und seinem "realistischen, pessimistischen Blick auf die Geschichte". Der Ton der Rezension lässt darauf schließen, dass der in der Schiller-Philologie schwergewichtige Autor (Oeller ist Herausgeber der in diesem Jahr erwarteten historisch-kritischen Schiller-"Nationalausgabe") hier solide Arbeit geleistet hat.
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Anne Carson: Rot Aus dem amerikanischen Englisch von Anja Utler. Der rote Junge Geryon ist unsterblich in Herkules verliebt, der dem Jüngling nicht zu widerstehen vermag. Auf dem Höhepunkt… Caroline Blackwood: Das Schicksal von Mary Rose Aus dem Englischen von Claudia Voit. Caroline Blackwood, Erbin des Guinness Vermögens und schillernde Figur der Londoner Bohème, hat aus ihrer Herkunft und ihrem Leben keine… Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet…