Herausgegeben von Ursula Prutsch und Klaus Zeyringer. Veröffentlichungen der Kommission für Neuere Geschichte Österreichs.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 19.04.2004
In einer eingehenden Doppelbesprechung zweier Bücher von und über Leopold von Andrian stellt Karl-Markus Gauß sehr angetan dieses Buch der österreichischen Germanisten Ursula Prutsch und Klaus Zeyringer vor, in dem Texte aus dem Nachlass, unpublizierte Manuskripte, Korrespondenz aus seinem Diplomatendienst und Archivmaterial zusammengestellt sind. Aus dieser "wohlkommentierten Collage" von Texten ergibt sich ein umfassendes Bild des Schriftstellers und Diplomaten, lobt der Rezensent eingenommen. Den Herausgebern sei es gelungen, Andrian in seinen verschiedenen Facetten, als "Ästhet und Bürokraten", der "hellsichtig und borniert zugleich" erscheint, sichtbar zu machen, so Gauß begeistert. Dabei beeindruckt ihn besonders, dass die Vorstellung von einem "europäischen Großösterreich", die sich in Andrians Schriften herauskristallisiert, durch diese Zusammenstellung zum ersten Mal in ihrem "Zusammenhang" und in ihren "Widersprüchen" deutlich wird, wie er sehr angetan herausstreicht.
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