Heinrich Meier

Politische Philosophie und die Herausforderung der Offenbarungsreligion

Cover: Politische Philosophie und die Herausforderung der Offenbarungsreligion
C. H. Beck Verlag, München 2013
ISBN 9783406654749
Gebunden, 236 Seiten, 26,95 EUR

Klappentext

Sowenig der Autor die Philosophie als eine akademische Disziplin begreift, so wenig versteht er die Politische Philosophie als ein Feld im Garten der Philosophie. Sie ist vielmehr, so lautet seine These, eine besondere Wendung, eine Änderung der Blick- und Fragerichtung, die einen Unterschied im Ganzen macht. Heinrich Meier, einer der besten Kenner von Jean-Jacques Rousseau und Leo Strauss, entfaltet den Streit, von dem dieses Buch handelt, in exemplarischen Auslegungen zweier Meisterwerke der Politischen Philosophie: Im Dialog mit Gedanken über Machiavelli, dem komplexesten und kontroversesten Traktat von Strauss, und in einer neuen Deutung der berühmtesten Schrift Rousseaus, "Vom gesellschaftlichen Vertrag", des modernen Gegenentwurfs zur Theokratie in allen ihren Erscheinungsformen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 24.03.2014

Enno Rudolph ist einigermaßen perplex angesichts dieses Buches aus der Feder von Heinrich Meier. Geht es dem Autor nun um eine weitere Glorifizierung Politischer Philosophie oder möchte er gar einen Geheimbund Europa gründen? Was der Autor aus seiner laut Rudolph treu mit Leo Strauss angegangenen Machiavelli-Lektüre schlussfolgert, scheint ihm doch etwas überzogen. Oder hat der Rezensent den schwer auszumachenden roten Faden des Buches verloren? Den hatte sich Rudolph extra mühsam von Sokrates über Machiavelli bis Rousseau selbst ausgelegt und sich gewundert, dass plötzlich Sokrates als wahrer Begründer der Politischen Philosophie vor ihm stand. Immerhin wachsen doch Lesefrüchte, und zwar laut Rudolph vor allem durch in die ungewöhnlich deutliche Herausarbeitung einiger Aspekte von Strauss' Machiavelli-Exegese.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 22.02.2014

Durchaus anspruchsvoll scheint Uwe Justus Wenzel die vorliegende Arbeit zur "Politischen Philosophie" von Heinrich Meier. Im Mittelpunkt sieht er zwei Studien über Machiavelli und über Rousseau. Die Auseinandersetzung mit Machiavelli, die auf der Deutung des Philosophen Leo Strauss basiert, hält er für sehr vorraussetzungsreich. Meiers Darstellung findet er hier nur verständlich, wenn man parallel Strauss und Machiavelli studiert. Anders verhält es sich offenbar mit der Studie über Rousseau, die Wenzel als überaus hellsichtig und konzentriert lobt.