Friedhelm Kemp

Gesellige Einsamkeit

Ausgewählte Essays zur Literatur. Band 1: Von Poesie bewegt. Band 2: Vom Vergnügen des Übersetzens

Klappentext

Herausgegeben und mit einem Nachwort von Joachim Kalka. Friedhelm Kemp war ein bedeutender Übersetzer, ein großer Herausgeber und Vermittler auch der deutschen Literatur und ein Kritiker von eleganter Souveränität, der immer mit erstaunlicher Hellsicht überraschende Zusammenhänge zu erschließen wusste. Die von Joachim Kalka getroffene Zusammenstellung von Aufsätzen, Würdigungen, Interpretationen und Rezensionen gibt einen Eindruck von Kemps vielfältigen Interessen, seinem umfassenden Wissen und seiner subtilen poetischen Kennerschaft, zu der seine beharrliche Reflexion über Fragen des Übersetzens gehört. Schwerpunkte setzt die Auswahl im europäischen Barock, in der Goethezeit und vor allem anderen in der Dichtung der klassischen Moderne in Frankreich und Deutschland. Sie zeigt Kemps hohe kritische Kompetenz, seine wache Neugier im Durchschreiten der verschiedensten Literaturlandschaften und seine bewundernswerte Fähigkeit, Leidenschaft des Urteils und Eleganz der Form zu verbinden.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 10.07.2017

Helmut Böttiger empfindet die Lektüre der von Joachim Kalka herausgegebenen Essays des Literaturwissenschaftlers Friedhelm Kemp als ein Fest. Ob sich Kemp mit französischer Literatur oder der Literatur des Barock befasst, stets trifft Böttiger auf genaue Formulierungen und eine unbestechliche ästhetische Haltung. An den zwei Bänden gefällt Böttiger insgesamt die zutage tretende Vielseitigkeit des Autors und dass Kemp in den Texten eine Poetologie der Kritik abseits des Rezensionswesens und des Immer-gleich-alles-Verstehenmüssens formuliert.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.07.2017

Helmut Mayer liest die beiden von Joachim Kalka herausgegebenen Bände mit Aufsätzen, Artikeln und Autorenpräsentationen von Friedhelm Kemp mit großer Freude und ebensolchem Gewinn. Erstaunt über die Breite von Kemps Lektüren, ihre Genauigkeit und Hingebung, bekommt Mayer selbst Lust auf Lektüre. Vor allem der weniger bekannten, von Kemp laut Rezensent in angenehm unakademischer, doch keineswegs ungelehrter Weise vorgestellten Autoren wie Joseph Joubert, Jean Paulhan oder Francis Ponge. Vergnüglich und einnehmend findet Mayer Kemps Autoren-Porträts und Werkeinblicke.
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