Historisch-kritische Ausgabe. Herausgegeben von Jochen Golz. Bearbeitet von Wolfgang Albrecht. Die täglichen Aufzeichnungen von 1813 bis 1816. Im Mittelpunkt des Tagebuchbandes V,1 stehen die Treffen mit Zar Alexander I., Fürst Metternich, Schopenhauer und Rahel Varnhagen sowie die Arbeiten am `West-östlichen Divan` und an 'Dichtung und Wahrheit'. Band V,2 kommentiert den Textband V,1.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 28.08.2008
Goethe zu sein - das war auch eine Frage der Technik, weiß Gustav Seibt nach Lektüre der Tagebuchnotizen des Dichters. Und zwar einer "Lebenstechnik", die der Rezensent als Kunst der "Täglichkeit" beschreibt. Wie man in die begrenzte Zeit, die einem gegeben ist, hineinlegt, was nur hineinzulegen ist, das führt Goethe in einer Art "Ethik der Zeitnutzung" hier vor. Fündig werde darum weniger der an Äußerungen der Innerlichkeit Interessierte; Intimes findet, jedenfalls in den späteren Notizen, kaum oder nur im Nebensatz statt. Dafür aber ist die "unerschütterliche Disziplin" zu bewundern, mit der Goethe abends immer noch des Tages Leistungen festhält. Was sich dabei herausstellt, so Seibt, ist, dass das so reiche Leben des Dichters sich weder einer Getriebenheit noch rastlosem Schaffen verdankte. Vielmehr gehörte für ihn neben dem diszplinierten Tätigsein auch ein "kluges Sichgehenlassen", ein Beiseitelegen und Warten zum täglichen Nutzen des Tags.
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