Herausgegeben und kommentiert von Klaus E. Bohnenkamp. Elsa Bruckmann, geb. Prinzessin Cantacuzène, zählt zu den faszinierendsten Gestalten der Münchner Gesellschaft in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. Vielseitig begabt und mit dem europäischen Hochadel verwandt, führte sie als Ehefrau des Verlegers Hugo Bruckmann ab 1899 einen Salon, der sich zum gesellschaftlichen Mittelpunkt der bayerischen Hauptstadt entwickelte, bis sie ihn ab 1923 Hitler und dem Nationalsozialismus öffnet. Enge Freunde der beiden ersten Dekaden sind Hugo von Hofmannsthal, Rudolf Kassner und Rainer Maria Rilke. Deren Korrespondenzen mit Elsa Bruckmann werden hier zum ersten Mal geschlossen vorgelegt. Die 297 zwischen 1893 und 1923 - mit einem späten Nachklang des Jahres 1941 - verfassten, meist unveröffentlichten Nachrichten spiegeln die geistigen und kulturellen Strömungen der Zeit und liefern, sich gegenseitig ergänzend und erhellend, gewichtige Bausteine zur Lebens- und Werkgeschichte der Schreibenden.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 17.01.2015
Das intellektuelle Netz um das Verlegerehepaar Bruckmann erschließt sich für Hans-Albrecht Koch mit dieser von Klaus E. Bohnenkamp herausgegebenen und kommentierten Edition der Briefwechsel zwischen Hugo von Hofmannsthal, Rudolf Kassner und Rainer Maria Rilke mit Elsa und Hugo Bruckmann aus der Zeit von 1893-1941. Für die Literatur- und die Kunstgeschichte bietet der Band laut Rezensent ein unerschöpfliches Materialreservoir. Die Quellen und ihre Kommentierung (direkt auf der Seite, wie Koch erfreut feststellt) bieten Koch einen unmittelbaren Zugang zum Leben und Wirken der Bruckmanns.
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