Aus dem Französischen von Horst Brühmann. "Lasst uns den Menschen verwirklichen!" Mit diesem Appell beendet der deutsche Jude Martin Buber 1953 seine Dankesrede zur Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels. Im Auditorium: nicht wenige, die acht Jahre zuvor noch Nazi-Uniformen getragen hatten! Aber gerade das macht deutlich, worum es Buber ging: Wie wird und wie bleibt ein Mensch wirklich Mensch? Dominique Bourel erzählt in dieser Biografie den Lebens- und Denkweg Martin Bubers. Er zeigt ihn als einen Hüter der Menschlichkeit in einem unmenschlichen Jahrhundert. Ein Lebensweg in einer Haltung, die gerade in dieser Zeit Vorbild sein kann!
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.01.2018
Christoph Schulte schätzt Dominique Bourels im französischen Original 2015 erschienene Buber-Biografie wegen ihres Anekdoten- und Detailreichtums. Allein der Anhang mit Kurzbiografien, Anmerkungen, Bibliografie und Register ist für Schulte ein Schatz. Doch Gelehrtheit ist gar nicht das Wichtigste an dieser Biografie, meint er. Die Lebendigkeit, mit der der Autor den politischen Buber schildert, den Briefeschreiber, den Publizisten und Redner, ist es, was Schulte zuallererst für das Buch einnimmt. Wie Bourel Bubers Leben aus den Birefwechseln heraus erzählt, weitgehend unbekannte Briefe heranzieht und Bubers intellektuelle Wandlungsfähigkeit illustiert, scheint Schulte bemerkenswert.
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