Daniel-Pascal Zorn

Logik für Demokraten

Eine Anleitung
Cover: Logik für Demokraten
Klett-Cotta Verlag, Suttgart 2017
ISBN 9783608960969
Gebunden, 314 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Demokratisches Handeln und Denken hat nur Bedeutung, wenn es immer wieder eingeübt wird. Es gibt dem Leser die Denkwerkzeuge an die Hand, um sich den Gegnern und Feinden demokratischen Denkens entgegenzustellen. Zorns "Logik für Demokraten" führt den Leser in die argumentativen Auseinandersetzungen, vor die sich ein Demokrat immer wieder gestellt sieht. In klugen Analysen populistischer Argumentation und totalitärer Denkweisen bekommen Leser Instrumente an die Hand, die Demokratie wirkungsvoll gegen ihre Feinde zu verteidigen. Dabei vergisst er nicht, diejenigen zum Gespräch einzuladen, die mit dem Konzept der Demokratie noch nichts oder nichts mehr anfangen können.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.06.2017

Günther Nonnenmacher hat über totalitäres Denken besser bei Hannah Arendt gelesen als bei dem Philosophen Daniel-Pascal Zorn. Zwar findet der Rezensent das Ansinnen des Autors, der politischen Diskussionskultur mit einem Grundkurs in argumentativer Logik auf die Beine zu helfen, ehrenwert. Und auch Zorns Nachweis von Denkfehlern in populistischer Argumentation und seine logische Begründung für die repräsentative Demokratie liest er mit Genugtuung. Doch ob das die Populisten kratzt, möchte Nonnenmacher bezweifeln. Und Zorns Herleitungen scheinen ihm auch nicht immer zwingend genug. Trotz treffender Analysen bleibt beim Rezensenten ein unguter Nachgeschmack.
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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 10.06.2017

Mit großem Interesse hat Rezensent Tim Caspar Boehme Daniel-Pascal Zorns "Logik für Demokraten" gelesen. Den Ansatz des Philosophen, Populismus nicht als Ideologie zu betrachten und populistische Positionen erst einmal ernst zu nehmen, um dann Argumente und Argumentationsformen des "populistischen Denkens" mit den Mitteln der Logik zu beleuchten, findet der Kritiker klug. So lernt Boehme anhand von Zorns Analyse verschiedener Redefiguren, dass alle Teilnehmer des öffentlichen Diskurses bewusst oder unbewusst in "populistische Denkfiguren" verfallen können. Dass auch der Autor selbst davor nicht gefeit ist, nimmt der Rezensent nicht übel.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 06.06.2017

Wie diskutiert man mit Populisten? Wie geht man mit Scheinargumenten um? Der Philosoph Daniel-Pascal Zorn gibt mit seinem Buch einen Leitfaden an die Hand, den Rezensent Uwe Justus Wenzel nützlich findet - vorausgesetzt man glaubt, dass mit Populisten überhaupt diskutiert werden kann. Zorn beschreibt die Diskursmethoden der Populisten, wendet sie ins Anthropologische und erklärt schließlich, wie demokratisches Denken - im Gegensatz zu populistischem - funktioniert. Grundvoraussetzung, so Wenzel, ist, dass man den anderen ebenso gelten lässt, wie man selbst für voll genommen werden will. Doch ob Populisten an einer Diskussion, die gegenseitige Anerkennung voraussetzt, überhaupt interessiert sind? Der Rezensent hat seine Zweifel.