Nicht ohne Grund belächelt der aufgeklärte Mensch die Suche nach dem "Sinn des Lebens". Doch Sinnfrage und klares Denken schließen einander nicht aus. Dies zeigt dieses Buch. Herausgekommen ist ein Sammelwerk mal streng, mal weniger streng philosophischer Texte, die das Leben in den Blickpunkt rücken. Da finden sich Texte von Woody Allen und den Monty Pythons neben Abhandlungen von Hans Blumenberg und Bertrand Russel.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.09.2000
Dieter Thomä ist restlos begeistert von diesem Buch über den Sinn des Lebens und gerät selbst ins Philosophieren. Das Leben, sinniert er, sei ein "Eintopf", der sich nicht durch Einerlei, sondern durch Vielfalt auszeichne. Das vorliegende Buch werde dieser Vielfalt gerecht, denn die Herausgeber kombinierten die "verschmitzte Freude an der Collage" mit durchaus ernstem Nachdenken über den Lebenssinn. Diese Mischung preist der Rezensent als überaus gelungen und schwärmt von der Lebendigkeit des Buches. Versammelt seien neben Texten verschiedener analytischer Philosophen auch Äußerungen von Laotse bis Woody Allen und sie alle machten deutlich, dass es den Sinn des Lebens nicht gebe, sondern wenn überhaupt derer "drei, vier, viele". Und so zollt der Rezensent diesem Band "höchstes Lob" und verspricht dem Leser eine äußerst genussvolle Lektüreerfahrung.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.06.2000
In seiner kurzen Besprechung weist Gustav Falke zwar darauf hin, dass das Buch neben den vielen Bildern und Gedichten einleitend viele "gut gewählte Zitate" von verschiedenen Philosophen versammelt, die sich mit der Frage nach dem Sinn des Lebens beschäftigen. Doch bemängelt der Rezensent das Bruchstückhafte der Zusammenstellung, das, wie er bedauernd vermutet, weder die Laien noch die philosophisch Beschlagenen zu tieferen Nachforschungen über das Thema treiben werde. Nur den Aufsatz von Thomas Nagel hebt Falke besonders hervor: er nennt ihn "besonnen".
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 20.03.2000
Zunächst hebt Harald Stücker die Vielseitigkeit der Zusammenstellung hervor: Vertreter aus den verschiedensten philosophischen Richtungen, Epochen, Kulturen kommen hier zu Wort, wobei Stücker feststellt, dass "auch viele Berufsphilosophen beim munteren Plappern nicht abseits stehen". Dennoch bietet diese Anthologie seiner Ansicht nach durchaus erhellende Erkenntnisse, wobei weniger direkte Antworten auf die Frage nach dem Sinn des Lebens gegeben werden, sondern auch die Frage nach dem Sinn dieser Frage selbst gestellt wird. Daher sei dieses Buch letztlich auch von methodischem Wert und als "originelle Einführung in die Philosophie" geeignet. Zum Schluß hat der Rezensent auch lobende Worte für die editorische Leistung übrig, die sich für ihn besonders an den beiden "sehr informativen Verzeichnissen zu Autoren und Texten" zeigt.
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