Klappentext

Aus dem Niederländischen von Andreas Ecke. Mit Fotografien von Simone Sassen. Cees Nooteboom, der die Kontinente bereist und die Welten der Literatur durchwandert hat, besucht seine "geliebten Toten", wo immer er sie findet, um Zwiesprache mit ihnen zu halten, sich ihrer Worte, ihrer Unsterblichkeit zu versichern. Er pilgerte zu Neruda in Chile, zu Stevenson auf Samoa und Kawabata in Japan; zu Keats und Shelley auf dem Protestantischen Friedhof in Rom, dem "Friedhof der Fremden", wo auch Goethes Sohn und einer der Söhne Wilhelm von Humboldts liegen; zu Thomas Mann, James Joyce und Elias Canetti nach Zürich; zu Balzac, Proust und Nerval auf dem Pariser Père Lachaise; zu Brecht und Hegel, die nah nebeneinander auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof im Osten Berlins begraben sind.

Rezensionsnotiz zu Die Welt, 15.10.2016

Dass zur Buchmesse gleich drei Bücher des hoch gebildeten niederländischen Globetrotters Cees Nooteboom erscheinen, ist für Marko Martin nicht weniger als "ein wahres Fest, Freude und Erkenntnis förderndes Vergnügen". Besonders nachdrücklich empfiehlt der Rezensent den Band "Tumbas" mit Nootebooms gesammelten Texten zu Dichter-Gräbern. Der Autor hat im Laufe der Jahre bereits 82 Gräber von Dichtern besucht und seine Gedanken dazu notiert, berichtet Martin. Jeder der Miniatur-Essays hat "die humane Qualität eines die Zeiten transzendierenden Kollegengesprächs, das nie anmaßend wird", staunt der Rezensent tief ergriffen.